Stripe ist die wertvollste private Silicon-Valley-Firma

15. März 2021, 15:04
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Der Payment-Service erhielt viel frisches Geld, das die Firma in Europa investieren will. Neu ist Stripe 95 Milliarden Dollar wert.

Stripe hat am Sonntag, 14.3. bekannt gegeben, man habe eine Finanzierungsrunde in Höhe von 600 Millionen Dollar gemacht.
Hauptinvestoren in der neuen Finanzierungsrunde sind Allianz X, der Venture-Capital-Arm des Versicherers, Axa, Baillie Gifford, Fidelity, der Irish Strategic Investment Fund und Sequoia Capital.
Nun ist Stripe mit 95 Milliarden Dollar bewertet, und dies macht den Online-Bezahldienst zum wertvollsten privaten US-Tech-Unternehmen im Silicon Valley und wertvoller als Facebook und Uber vor ihren jeweiligen Börsengängen.
Stripe hat vom Boom des Online-Shoppings während der Pandemie profitiert und zählt unter anderem Amazon, Slack oder auch Zoom zu seinen Kunden. Zudem ist Stripe beispielsweise als Payment-Lösung in vielen Woocommerce-Shops im Einsatz, die auf dem Content-Management-System Wordpress basieren. Dies auch bei Shops aus der Schweiz.
Stripe wickelt im Auftrag von Händlern Zahlungen vor allem aus dem E-Commerce ab und will im Onlinehandel möglichst alle Zahlungsmethoden aus einer Hand anbieten. Händler bezahlen dabei nur pro Transaktion.
Der Paypal-Rivale richtet sein Augenmerk nun nach Europa, denn dahin soll das frische Geld primär fliessen. "Wir investieren in diesem Jahr eine Menge mehr in Europa, insbesondere in Irland", sagte John Collison, Präsident und Mitgründer von Stripe, in einer Erklärung. "Ob in Fintech, Mobilität, Einzelhandel oder SaaS, die Wachstumschancen für die europäische digitale Wirtschaft sind immens."
Vor kurzem hatte Stripe zudem bekannt gegeben, man habe den früheren Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, als neuen Verwaltungsrat gewonnen.
Das Nettovermögen der irischen Gründer, des 32-jährigen Patrick Collison und seines Bruders John, 30, sprang mit der jüngsten Bewertung auf jeweils 11,4 Milliarden Dollar, verglichen mit jeweils 4,3 Milliarden Dollar bei einer Finanzierungsrunde von Stripe im April 2020, berichtete 'Bloomberg'.

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