Studie rät Banken zur Modernisierung der IT

6. Mai 2014, 15:21
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Banken in allen Regionen der Welt müssen laut einer Studie ihre Informatiksysteme modernisieren, wenn sie die Rentabilität erhöhen wollen.

Banken in allen Regionen der Welt müssen laut einer Studie ihre Informatiksysteme modernisieren, wenn sie die Rentabilität erhöhen wollen. IT-Ausgaben machen bei den Banken durchschnittlich 14 Prozent der gesamten Kosten aus - doppelt so viel wie in anderen Firmen. Seit der Krise 2008 stecken die Banken weniger Geld in die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur. Das besagt zumindest die am Dienstag in Genf veröffentlichte internationale Studie, die das Beratungsunternehmen Deloitte zusammen mit dem Genfer Bankensoftwarehersteller Temenos erstellt hat.
Die Banken hätten die Investitionen aufgeschoben, nun aber könne die Erneuerung der IT-Infrastruktur nicht länger warten, sagte Patrick Nieles von Deloitte. Die Banken müssten im IT-Sektor die Produktivität steigern. Denn der Druck, sich an neue Vorschriften, härteren Wettbewerb und an die neuen Online-Bedürfnisse der Kunden anzupassen, werde sich verstärken. Von den 1000 untersuchten Banken benutzen laut der Studie 20 Prozent Software von Drittanbietern. Die übrigen 80 Prozent der Banken setzen auf "hausgemachte" Lösungen.
Einige dieser IT-Systeme, insbesondere in der Vermögensverwaltung, stammen gemäss der Studie noch aus den 1970er und 1980er Jahre und seien entsprechend veraltet. Laut Deloitte konnten Banken, welche kürzlich ihre IT-Infrastruktur angepasst haben und Software von Drittanbietern wie Temenos, Oracle oder Infosys verwenden, ihre Kosten senken. (sda/hjm)

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