Studie: Was wollen Reseller von ihren Distis?

30. Juni 2005, 14:43
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Antwort: Tiefe Preise!

Antwort: Tiefe Preise!
Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK Marketing Services befragte 4'000 IT-Fachhändler aus 18 europäischen Ländern über ihre Anforderungen an die jeweiligen IT-Distributoren und veröffentlichte hierzu eine Studie. Unternehmen aus Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschlad, Ungarn, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Russland, Spanien, Schweden, Schweiz, Grossbritannien und aus der Ukraine nahmen an der "Channel Survey IT Europe" teil.
Die zehn Top-Kriterien
Wie aus den Resultaten der Befragung hervorgeht, scheinen die "Günstigen Einkaufskonditionen" mit einigem Abstand das wichtigste Kriterium für die Reseller bei der Beurteilung von Partnerprogrammen zu sein. Die weiteren Kriterien innerhalb der Top10 sind (in dieser Reihenfolge) "Persönlicher und kompetenter Kontakt", "Einkaufsmöglichkeiten über das Internet", "Verfügbarkeit spezieller Demo-Produkte", "Produktverfügbarkeit", "Günstige Finanzierungskonditionen", "Demo-Produkte vor Market-Launch", "Web-Seite mit Händler-Referenz-Liste", "Lead-Support" und "Mengenrabatte".
Westen und Osten
Zentral- und osteuropäische Länder messen den Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen eine besondere Bedeutung bei, während in Westeuropa persönlicherer Kontakt mit den Lieferanten gewünscht wird. Im Westen beziehen die Reseller ihre Produkte über zahlreichere Distis als man dies im Osten Europas tut. Spitzenreiter sind Fachhändler in Deutschland, Dänemark und Grossbritannien, die durchschnittlich mit acht verschiedenen Lieferanten zusammenarbeiten. Tschechische Händler verfügen statistisch über je 2,7 Lieferanten. Der Schnitt aus allen Ländern liegt bei je sechs Distributoren. Die Schweiz liegt in dieser Beziehung mit 5,4 Distis ziemlich im Durchschnitt.
In ganz Europa sehen die Händler optimistisch in die Zukunft. So wird laut der Studie für das laufende Jahr ein leichtes Wachstum erwartet. Insbesondere mobile Geräte sollen der IT-Branche einen Aufschwung geben. Im Osten Europas wird der Fokus stark auf neue Softwareprodukte gesetzt und mittelständische und grosse Unternehmen zählen zu den Kunden mit dem grössten Potential. Im Westen hingegen spezialisieren sich die Händler mehr auf Storage-Produkte und liefern vorwiegend an KMUs. In der Schweiz beträgt der Anteil des KMU-Geschäfts 58 Prozent (siehe Grafik). (Maurizio Minetti)
(Bild-Quelle: GfK Marketing Services)

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