Suisa-Gebühren: Swico erhält via Facebook Unterstützung

13. August 2010, 10:00
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Der Branchenverband Swico erhält Unterstützung für seine Klage gegen die Abgaben für Musikhandys.

Der Branchenverband Swico erhält Unterstützung für seine Klage gegen die Abgaben für Musikhandys. Die Piratenpartei und die Jungfreisinnigen haben die Facebook-Gruppe "Gegen unnötige Suisa-Gebühren: viel Erfolg beim Rekurs für die Swico!" gegründet und protestieren damit mit den Gruppenmitgliedern dagegen, dass Kunden mehrmals für heruntergeladene Musik bezahlen sollen.
30 Rappen pro Gigabyte Speicherkapazität sollen Käufer von Musikhandys bezahlen, beschloss die Eidgenössische Schiedskommission im vergangenen März. Ein vermeintlicher Erfolg für Branchenverbände und Konsumentenorganisationen, denn Verwertungsgesellschaften hatten eine Abgabe von 80 Rappen pro Gigabyte verlangt. Doch der Swico waren 9 Franken und 60 Rappen für ein Handy mit 32 Gigabyte Speicherkapazität zuviel, weshalb sie Ende Juni eine Klage gegen den sogenannten "Gemeinsamen Tarif 4e" beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht hat.
Die Initianten und die bisher allerdings nur 210 Mitglieder der Unterstützergruppe auf Facebook stören sich vor allem an der Mehrfachabgabe für ein und dasselbe Musikstück. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb man für die reine Möglichkeit, Musik abspielen zu können, zur Kasse gebeten soll, argumentieren die Piratenpartei und die Jungfreisinnigen. Zudem zahle ein Handybesitzer, der einen Musiktitel beispielsweise bereits in einem Onlineshop gekauft und auf seinem Computer gespeichert hat, mit diesen zusätzlichen Gebühren gleich noch einmal oder sogar mehrfach Gebühren. Denis SImonet, Chef der Piratenpartei Schweiz, doppelt nach. "Wenn man bedenkt, dass die Verwertungsgesellschaften für Bilder, Filme und Texte mit denselben fadenscheinigen Argumenten auch noch Gebühren erheben könnten, können daraus rasch ein paar Dutzend Kassen werden!" (bt)

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