Sun: Einzelheiten zum nächsten "Niagara"

6. Dezember 2006, 08:21
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"Schwach im Rechnen": Beim Nachfolger des UltraSparc T1 soll das Gegenteil zutreffen.

"Schwach im Rechnen": Beim Nachfolger des UltraSparc T1 soll das Gegenteil zutreffen.
Sun Vice President John Fowler hat in einem Gespräch mit US-Journlisten einige der Eigenschaften der nächsten Generation der UltraSparc T1-CPU enthüllt, die in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres auf den Markt kommen sollen.
Die auf dem sehr stromsparenden UltraSparc T1 beruhenden Server sind einer der Gründe dafür, dass Sun in letzter Zeit wieder deutlich Marktanteile im Server-Markt gewinnen konnte – pro Quartal macht Sun mehr als hundert Millionen Dollar Umsatz mit T1-Servern. Für Sun ist es daher äusserst wichtig, dass auch mit der zweiten Generation der immer noch besser unter dem Codenamen "Niagara" bekannten Chips die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden kann.
Der "Niagara 2" wird gemäss Fowler eine Leistungsaufnahme von zwischen 70 und 80 Watt haben. Damit liegt er "ein ganz klein bisschen" über dem ersten Niagara, der rund 70 Watt verbraucht.
Noch mehr "system on a chip"
Mit den neuen Niagaras setzt Sun aber auch den Trend zum "System auf einem Chip" fort. Die CPUs werden einige Funktionen übernehmen, die bisher von anderen Chips erledigt wurden, welche zusätzlich Strom verbrauchten. Andererseits brauchen die neuen Chips eine RAM-Sorte (FB-DIMM), die mehr Strom verbraucht als DDR2. Insgesamt bedeutet das, dass manche Niagara2-basierende Server mehr Strom verbrauchen werden, als die heutigen T1-Modelle, und andere weniger.
Die neuen Niagaras sollen aber auf jeden Fall deutlich mehr Leistung bringen. Sie werden doppelt so viele Software-Threads (64) gleichzeitig verarbeiten können, als die heutigen Niagaras. Und auch die Schwäche des UltraSparc T1 bei Rechenaufgaben soll behoben werden. Während sich beim heutigen Niagara die acht Kerne noch eine einzige Einheit für Fliesskomma-Rechenoperationen teilen müssen, sollen beim Nachfolger jeder Kern seinen eigenen "Taschenrechner" erhalten.
Insgesamt so Fowler, werde der Niagara 2 damit "ziemlich beeindruckende" Leistungswerte bei Rechenaufgaben erreichen. (hjm)

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