Sun lanciert "marktverändernde" High-End x86-Server

11. Juli 2006, 15:22
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Heute hat Sun Microsystems gleich drei neue Galaxy-Serversysteme, die die Mehrkern-Prozessoren von AMD verwenden, lanciert.

Heute hat Sun Microsystems gleich drei neue Galaxy-Serversysteme, die die Mehrkern-Prozessoren von AMD verwenden, lanciert. Man spart nicht mit Eigenlob und spricht von einem "Durchbruch". Bei allen drei Server-Familien hat man auf einen verhältnismässig geringen Stromverbrauch geachtet - heutzutage ein immer wichtigeres Thema in Rechenzentren.
Die Sun Fire X4600-Server haben 4 bis 8 Prozessoren (mit maximal 16 Kernen) in einem 4U-Gehäuse (4U sind vier Höheneinheiten). Die Maschinen sich für den Bau von Clustern für Hochleistungs-Computing geeignet. Gemäss Sun kann man mit einem X4600 Server bis zu 50 andere x86-Server ersetzen und dabei den Stromverbrauch stark senken.
"Hybrid-Server": Halb Server, halb Speichersystem
Die X4500-Familie kombiniert einen Server mit vier Opteron-Prozessoren mit sehr schnellen Durchsatzraten und viel Harddisk-Speicher. Man kann Harddisks mit bis zu 24 TB einbauen und die Maschinen können bis zu 1 GB pro Sekunde von den Disks ins Netzwerk schicken. Die Server der X4500-Familie kosteten fast nur die Hälfte von vergleichbaren Maschinen der Konkurrenz ("Jaw-dropping prices"), heisst es aus dem Hause Sun. So koste der Speicherplatz ab zwei Dollar pro GB. Die Maschinen eignen sich für High-Performance-Computing, Datenanalyse und Medien-Streaming.
Die Sun-Blades sind da
Zu guter Letzt stellt Sun mit dem Blade 8000-System das Resultat des Wiedereinstiegs in den Markt für Blade-Server vor. Die neuen Systemen vereinen gemäss Hersteller die Vorteile von Blade-Servern (gut verwaltbar, platzsparend) mit der Leistungsfähigkeit von konventionellen Maschinen. In den Blade-Chassis haben bis zu 10 Blades mit bis zu vier Prozessoren Platz
Auch bei diesen Systemen, die man für den Betrieb von Datenbanken und grossen ERP-Systemen, für die Serverkonsolidierung mittels "Virtualisierung" und für rechenintensive technische Anwendungen brauchen kann, argumentiert Sun auch mit den Preisen. Man erreiche bei 60 Prozent tieferen Anschaffungskosten bis zu 49 % Prozent tiefere Betriebskosten.
Die Systeme werden mit dem Sun-eigenen Betriebssystem Solaris ausgerüstet. Man kann das Blade-System und die X4600-Server aber mit Windows Server und den Linuxen von Red Hat und Suse laufen lassen. (hc)

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