Sun packt Webentwicklung in eine Open-Source-Plattform

12. Februar 2009, 10:47
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Die Angewohnheit mancher US-Software-Firmen, bestehende Produkte umzutaufen und in neuen Paketen zu verpacken, kann einem ganz schön verunsichern.

Die Angewohnheit mancher US-Software-Firmen, bestehende Produkte umzutaufen und in neuen Paketen zu verpacken, kann einem ganz schön verunsichern. So brauchen wir einige Zeit und den Rat von Freunden, um herauszufinden, was denn genau im gestern lancierten "GlassFish Portfolio" von Sun steckt.
"GlassFish Portfolio" ist eine Sammlung von Open-Source-Komponenten für die Entwicklung von komplexen Java-Anwendungen. Die meisten Komponenten sind nicht neu, sollen aber, so das Versprechen von Sun, gut aufeinander abgestimmt sein und sich leicht integrieren lassen. Konkret besteht "GlassFish Portfolio" aus vier Teilkomponenten.
"GlassFish Enterprise Server" hiess früher "Java System Application Server" und ist der Application Server im Paket. Er soll sich gemäss Sun auch für sehr hohe Transaktionsvolumina eignen.
"GlassFish Enterprise Service Bus" dient zur Anbindung von Drittapplikationen und zum Bau von Service-orientierten Infrastrukturen.
In "GlassFish Web Stack" steckt der klassische LAMP-Stapel (LAMP = Linux, Apache, mySQL, PHP), mit dem weltweit Abermillionen von Webseiten gebaut wurden und werden. Im "GlassFish Web Stack" enthalten ist Support für den Apache HTTP-Server, für den "GlassFish" App-Server, Lighttpd, memcached, mod_ik, mod_perl, mod_ruby, mySQL, Squid und der bekannte Open-Source-App-Server Tomcat. Einzigartig an der Sache ist gemäss Sun, dass man den Support für den ganzen Stapel von Entwicklungswerkzeugen aus einer Quelle, nämlich bei Sun, beziehen kann und regelmässige, planbare Updates bekommt.
In "GlassFish Web Space Server" zu guter Letzt steckt das Open-Source-Projekt "Liferay". Mit "Liferay" kann man Web-Portale für die verschiedensten Clients (Browser, Smartphones, ans Internet angebundene Kioske, ...) bauen.
Selbstverständlich sind wir nicht in der Lage zu beurteilen, ob "GlassFish Portfolio" den Entwicklern die versprochenen Vorteile bringt oder nicht. Herausfinden kann man das allerdings ziemlich leicht, nämlich an der Java-Entwicklerkonferenz Jazoon, die im Juni in Zürich über die Bühne gehen wird. (Christoph Hugenschmidt)

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