Sunrise ist erfolgreich, aber immer noch winzig

8. November 2018, 09:34
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Sunrise hat in den ersten neun Monaten etwas mehr umgesetzt und auch etwas mehr Geld erwirtschaftet.

Sunrise hat in den ersten neun Monaten etwas mehr umgesetzt und auch etwas mehr Geld erwirtschaftet. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 1,39 Milliarden Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) schrumpfte indes leicht um 1,2 Prozent auf 448 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 72 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab.
Im Vorjahr hatten noch 481 Millionen Franken in der Kasse geklingelt. Allerdings war der damalige Gewinnsprung auf den Verkauf von über 2200 Antennenmasten an die spanische Firma Cellnex zurückzuführen, was 420 Millionen Franken in die Kasse gespült hatte. Ohne den Verkauf der Masten wäre der Reingewinn um 17 Prozent gestiegen.
Zum Vergleich: Der übermächtige Konkurrent Swisscom hat in den ersten neun Monaten 8,69 Milliarden Franken umgesetzt und erzielte einen Reingewinn von 1,21 Milliarden Franken.
Im Mobilfunk gewann Sunrise seit Jahresbeginn 92'500 Abokunden. Auf der anderen Seite gingen 78'500 Prepaidkunden verloren, denn diese steigen zunehmend auf Abos um. Beim Internet konnte Sunrise 26'500 neue Kunden anlocken, beim TV-Angebot waren es 22'000. Damit hat Sunrise mittlerweile 235'500 TV-Abonnenten.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Sunrise die Erwartungen übertroffen.
Im Mobilfunk konnte Sunrise im dritten Quartal nicht nur bei den Privatkunden zulegen, sondern auch bei den Geschäftskunden. So habe man den Kanton Luzern und die Fluggesellschaft Edelweiss als Kunden gewonnen, heisst es in einer Medienmitteilung.
Für die nahe Zukunft zeigt sich Sunrise zuversichtlich: Das Ziel für den bereinigten EBITDA im Gesamtjahr 2018 bleibt dank der "soliden operativen Dynamik" bei 595 bis 605 Millionen Franken. Beim Umsatzziel peilt der zweitgrösste Telekomanbieter wie bisher 1,83 bis 1,87 Milliarden Franken an. Die Investitionen sollen wie angekündigt zwischen 283 und 323 Millionen Franken betragen. (sda / hc)

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