Sunrise lässt wieder Muskeln spielen – vier Fasern sind unrentabel

16. Juni 2010, 14:42
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Kaum ist die Fusion mit Orange definitiv vom Tisch und schob nach: "Wir haben in den Monaten März und April 2010 so viele neue Handy-Aboverträge wie noch nie in unserer Firmengeschichte abschliessen können". Und einen weiteren Hieb gegen den einstigen Fusionspartner schob er gleich nach: Noch immer gewinne Sunrise Marktanteile - vor allem auf Kosten von Orange.
Brand, der nun Sunrise-Chef bleibt - im Fusionsfall hätte er seinen Hut nehmen müssen – muss dringend benötigte neue Angebote aus eigenen Mitteln lancieren, denn zusätzliches Geld vom Mutterhaus TDC in Dänemark bekommt er nicht. In der Branche geht man laut 'Handelszeitung' davon aus, dass Sunrise eine weitere Sparrunde einläuten dürfte. Brand erklärte diese Situation damit, dass Sunrise zwar bereits schlank aufgestellt sei, es aber klar sei, "dass der Kostendruck mit dem Alleingang nicht kleiner wurde".
Noch einmal deutlich wurde Brand dem Witschaftsblatt gegenüber in Sachen Festnetz-Infrastruktur mit vier Glasfasern. Zwar habe man mit dem Telekom-Regulator Marc Furrer am runden Tisch einen Kompromiss für den vierfaserigen Glasfaserausbau gefunden, doch dieses Modell könne nie rentabel betrieben werden, sagte er nun. Das würde inzwischen auch immer offener von verschiedenen Seiten zugegeben. "Wenn nach wie vor alle anderen Marktteilnehmer sagen: Die Kosten sind uns egal, wir bauen vier Fasern, werde ich sie nicht davon abhalten, solange wir Zugriff zu nichtdiskriminierenden Konditionen bekommen", meinte Brand süffisant. Im Weiteren stellte er sich auf die Seite des Verbands Swisscable, der eine Offenlegung der Verträge zum Bau der Glasfaserinfrastruktur zwischen der Swisscom und den EW fordert: "Ich begrüsse den Vorstoss von Swisscable, denn ich wüsste auch gerne, wer wie viel zahlt", meinte der Sunrise-Chef. (vri)

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