Sunrise legt im März mit 5G los

21. Februar 2019, 09:53
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Für Business-Kunden will der Telco B2B-Festnetz- und Mobilangebote über 5G bieten sowie IP-Telefonie-, Cloud PBX- und Work-Smart-Lösungen.

Für Businesskunden will der Telco B2B-Festnetz- und Mobilangebote über 5G bieten sowie IP-Telefonie-, Cloud PBX- und Work-Smart-Lösungen.
Der Schweizer Telco Sunrise, der für den Netzausbau auf Huawei setzt, eröffnet das Rennen um den 5G-Ausbau. Bis Ende März bringt der Telekomanbieter 5G in 150 Städte und Orte. In Grossstädten hingegen dürfte der Ausbau laut Sunrise-Chef Olaf Swantee noch etwas auf sich warten lassen.
In den suburbanen und ländlichen Regionen könne das Unternehmen deshalb schneller loslegen, weil man dort noch freie Kapazitäten auf den Antennen habe, wie Swantee im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'AWP' sagte. "In den grossen Städten hingegen sind bei vielen Standorten die Kapazitäten schon zu 90 Prozent ausgelastet. Wir können kaum noch ausbauen."
Das hat mit der Strahlenschutzverordnung zu tun: Die heute geltenden Grenzwerte lassen eine intensivere Nutzung der Antennen nicht zu, wie die Telcos nicht müde werden zu betonen. Der Versuch der Telekomfirmen, den Gesetzgeber zu einer Erhöhung der Grenzwerte zu veranlassen, war im letzten Frühjahr gescheitert.
Am Plan, auch grössere Städte wie Zürich, Basel oder Genf auf 5G aufzurüsten, hält Sunrise aber fest. Allerdings habe sich das Unternehmen intern die Regel gesetzt, eine Stadt nur dann abzudecken, wenn eine Versorgung von mindestens 80 Prozent der Bevölkerung möglich ist. "Wir werden alles daran setzen, auch die Grossstädte über diese Schwelle zu bekommen", sagte Swantee. "Aber das wird noch dauern."
Für den Moment legt Sunrise daher den Fokus auf die suburbanen und ländlichen Gegenden. "Sunrise setzt sich dort für die 5G-Strategie 'Glasfaser durch die Luft' ein", sagte Swantee. Sprich: Haushalte und Firmen, die über keinen direkten Glasfaseranschluss verfügen, sollen über 5G Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet erhalten. Das eröffnet dem Unternehmen auch einen neuen Markt für sein
Internetangebot. "Mit der Sunrise-Internetbox können wir nun auch in Regionen gehen, wo wir keine Glasfaser haben", sagte der Sunrise-Chef. Aus diesem Grund erhöht Sunrise bei diesen Angeboten auch die Preise nicht. Bei anderen Produkten dagegen können Kunden gegen einen Aufpreis 5G nutzen.
Unternehmensnetze ab Mitte Jahr
Bis zur Jahresmitte will Sunrise zudem auch Netzwerklösungen für Unternehmen anbieten – also interne Datennetze, die auf 5G basieren.
Gerade KMU in ländlichen Gebieten oder Regionen, die über langsames Internet verfügen, können von der 5G-Internetbox und den damit verbundenen höheren Bandbreiten profitieren, glaubt das Unternehmen. Der Telco will Business-Kunden auch IP-Telefonie-, Cloud-PBX- und Work Smart-Lösungen über 5G anbieten und auch 5G-Indoor-Lösungen stehen für Unternehmenskunden zur Verfügung.
Auch für Privatkunden sollen die Möglichkeiten zur Nutzung von 5G im Jahresverlauf erweitert werden. Das Unternehmen will gemeinsam mit seinen Partnern daran arbeiten, die Anzahl verfügbarer Geräte zu erhöhen, wie Swantee sagte. Damit sprach er sowohl Hotspots an, als auch Smartphones. "Gestern hat Samsung angekündigt, das neue 5G-fähige Smartphone S10 Mitte Jahr auf den Schweizer Markt zu bringen", so Swantee. Das zeige, dass hier eine grosse Dynamik herrsche. "Ich erwarte, dass in den nächsten Monaten immer mehr Lieferanten mit neuen Geräten auf den Markt kommen werden." (kjo/sda)

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