Sunrise macht wieder Gewinn

2. März 2017, 12:17
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Sunrise ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Sunrise ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der zweitgrösste Schweizer Telekomkonzern erzielte 2016 einen Reingewinn von 87 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte Sunrise noch einen happigen Reinverlust von 113 Millionen Franken erlitten.
Schuld waren 2015 hohe Kosten für den Börsengang und die Schuldenrefinanzierung. Wenn man diese Sonderkosten in der Bilanz 2015 ausklammert, entsprechen die 87 Millionen Franken Gewinn 2016 ungefähr einer Verdoppelung.
Analysten hatten im Durchschnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP lediglich mit knapp 61 Millionen Franken Reingewinn gerechnet. Bei der Gewinnverdoppelung half allerdings, dass Sunrise dieses Jahr keine Steuern zahlen musste.
Operativ ist der Telekomanbieter indes unter Druck. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 1,897 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) fiel um 2,8 Prozent auf 599 Millionen Franken.
Mobilfunk mit weniger Umsatz
Im wichtigsten Geschäft Mobilfunk sank der Umsatz um etwa 3 Prozent auf 1,264 Milliarden Franken. Massiv im Gegenwind stand das Prepaidgeschäft, das erneut viele Kunden verlor. Dies konnte Sunrise auch mit der Steigerung der Zahl der lukrativeren Postpaid-Kunden um gut 6 Prozent auf 1,49 Millionen nicht ausgleichen.
Auch im Bereich Festnetztelefonie liess Sunrise weiter Federn. Hier tauchte Umsatz um gut 11 Prozent auf 419 Millionen Franken.
Dagegen nahm beim Fernsehangebot die Zahl der Kunden gar um beinahe 22 Prozent auf 162'800 zu. Im Internet erhöhte sich die Zahl der Abonnenten um fast neun Prozent auf 371'800. Hier verbesserte sich der
Umsatz um sieben Prozent auf 214 Millionen Franken.
Insgesamt hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen, die etwas weniger Umsatz und EBITDA prognostiziert hatte.
Im laufenden Jahr hält der Druck an. Sunrise rechnet für 2017 mit einem Umsatz von 1,82 bis 1,86 Milliarden Franken. Auch der EBITDA dürfte etwas sinken. Die Dividende soll indes von 3,33 Franken in diesem Jahr auf 3,45 bis 3,55 Franken je Aktie nächstes Jahr erhöht werden. (sda/hjm)

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