Sunrise mit Huawei: "Nicht von US-Sanktionen betroffen"

11. November 2019, 15:34
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Der Schweizer Telco und Huawei-Kunde Sunrise hat gemäss einem Bericht an die Aktionäre wegen drohender US-Sanktionen die Partnerschaft mit dem chinesischen Ausrüster einer Überprüfung unterzogen.

Der Schweizer Telco und Huawei-Kunde Sunrise hat gemäss einem Bericht an die Aktionäre wegen drohender US-Sanktionen die Partnerschaft mit dem chinesischen Ausrüster einer Überprüfung unterzogen. Nach Abschluss dieser Überprüfung sieht sich das Unternehmen nicht von möglichen Sanktionen der USA betroffen, wie die 'NZZ' berichtet.
Seit die US-Regierung Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hat, ist es amerikanischen Firmen untersagt, mit dem chinesischen Unternehmen Geschäfte zu tätigen. Huawei muss seine Technologie ohne US-Komponenten herstellen.
Mit Sunrise arbeitet Huawei seit 2012 eng zusammen. Im Oktober 2019 eröffneten die beiden Unternehmen ein 5G-Innovationszentrum in Opfikon bei Zürich.
Ende September 2019 veröffentlichte das Unternehmen einen Bericht an die Aktionäre, in dem es auf erhebliche Risiken der Zusammenarbeit hinwies. Entsprechend sei man daran, den Umfang der Beziehung zu Huawei zu überprüfen, hiess es damals.
Die Überprüfung sei inzwischen abgeschlossen, bestätigt Sunrise gegenüber der Nachrichtenagentur 'AWP'. "Wir haben bereits 2018 begonnen, gewisse IT und Netzwerk-Aufgaben aufgrund der Konvergenz und Digitalisierung verstärkt wieder bei Sunrise anzugliedern", hält das Unternehmen fest. Die von Huawei verbauten beziehungsweise betriebenen Elemente des Netzwerks würden entsprechend der "Temporary General Licence" des US-Amts für Industrie und Sicherheit keine US-Technologien beinhalten und seien somit von möglichen Sanktionen der USA nicht betroffen. (Keystone-sda/kjo)

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