Sunrise mit mehr Kunden

21. August 2014, 08:30
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Preiskampf nagt weiterhin an Ergebnis.

Preiskampf nagt weiterhin an Ergebnis.
Der Telekomanbieter Sunrise kehrt auf den Wachstumspfad zurück. In der ersten Jahreshälfte stieg der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 1,2 Prozent auf 996 Millionen Franken. Das Wachstum verdankt das Unternehmen insbesondere dem Mobilfunkbereich. Die Zahl der Mobilfunkkunden sei dank der Übernahme der Prepaid-Anbieter Lebara und Ortel um 345'000 auf 2,49 Millionen Kunden gestiegen, teilte Sunrise am Donnerstag mit.
Der Telekomkonzern legte aber nicht nur im Prepaid-Geschäft zu. Im Jahresvergleich stieg auch die Zahl der Mobilfunk-Abonnenten um 5,9 Prozent auf 1,28 Millionen.
Insbesondere das neue Mobilfunkabonnement Freedom fand nach der Einführung im zweiten Quartal grossen Anklang. Innerhalb von zwölf Wochen hätten sich 150'000 Kunden für das neue Abo entschieden, schrieb Sunrise. Bei "Freedom" werden die Kosten für das Gerät und die Gespräche getrennt ausgewiesen.
Auch des im Vergleich zum Mobilfunk kleinere Internet-Geschäft legte zu. Im Festnetzbereich gingen die Umsätze hingegen zurück. Im dritten Quartal werde Sunrise auch hier wieder wachsen, schrieb Sunrise weiter. Dank einem neuen Tarifplan rechne das Unternehmen mit einem Viertel mehr Festnetzbestellungen.
Besserer Empfang in Gebäuden
Das Betriebsergebnis ging im Vergleich zum Vorjahr minim um 0,2 Prozent zurück. Unter dem Strich stand im ersten Halbjahr ein Gewinn von 9,8 Millionen Franken gegenüber einem Verlust von 66,5 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum.
Diese Kennzahl ist allerdings stark von Abschreibungen geprägt und buchhalterischer Natur. So wurden im Berichtszeitraum knapp 40 Millionen Franken weniger abgeschrieben als im Vorjahr, wie dem Halbjahresbericht zu entnehmen ist.
Im ersten Semester investierte Sunrise stark in das Mobilfunknetz. Die Kunden profitierten von einer verbesserten Abdeckung in ländlichen Gebieten und in Gebäuden, hiess es. Auch das Glasfasernetz werde kontinuierlich ausgebaut.
Nach Bern seien auch die Städte Zürich, St. Gallen, Luzern, Winterthur und Genf abgedeckt. Weitere sollen demnach bald folgen. Insgesamt steigerte Sunrise die Investitionen um 16 Prozent auf 114 Millionen Franken.
Für das ganze Jahr gab sich Sunrise-Chef Libor Voncina in der Mitteilung überzeugt, dass man ein kontinuierliches und gesundes Finanzwachstum sicherstellen könne. (sda/lvb)

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