Sunrise: Schmückung der Braut hat begonnen

22. März 2012, 15:37
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Sunrise meldet mehr Umsatz und vor allem einen wesentlich höheren Gewinn.

Sunrise meldet mehr Umsatz und vor allem einen wesentlich höheren Gewinn.
Sunrise-Besitzer CVC Capital Partners hat ein klares Ziel: Sunrise soll so attraktiv werden, dass man den Telekommunikationsanbieter entweder an die Börse bringen oder zu einem sehr hohen Preis verkaufen kann. CVC hat Sunrise Ende 2010 für 3,3 Milliarden Franken übernommen, es bleiben also noch drei bis fünf Jahre, um das gesteckte Ziel zu erreichen.
Nun hat das Sunrise-Management um Oliver Steil offenbar erste Ziele erreicht und kann für das abgelaufene Geschäftsjahr einen höheren Umsatz und - wichtiger noch - einen höheren, operativen Gewinn vermelden.
Letztes Jahr setzte Sunrise 1'857 Millionen Franken um und erzielte eine Gewinn vor Steuern, Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zinsen (EBITDA) von 608 Millionen Franken. Der Telekommunikationsanbieter hat damit die EBITDA-Marge von 29,6 auf 32,7 Prozent gesteigert. In diesen Zahlen nicht enthalten ist das Geschäft mit dem Handel von Festnetz-Minuten, aus dem man aussteigen will. Zum Vergleich: Der Ex-Monopolist Swisscom erreichte letztes Jahr in der Schweiz eine EBITDA-Marge von etwa 42 Prozent.
Massive Investitionen
Sunrise-Besitzer CVC stellt nicht nur Forderungen, sondern investiert auch. So hat Sunrise am meisten Geld aller drei Mobilfunkanbieter für die Ersteigerung von Frequenzen investiert. Man sei nun in den wertvollen, tiefen Frequenzbändern sehr gut vertreten, heisst es in einer Medienmitteilung.
Ebenfalls investiert hat Sunrise mit der Übernahme von Nextiraone zu einem echten "Quadruple-Player" geworden, kann also seinen Kunden Internet-Anschluss, Festnetz- und Mobilfunk-Telefonie und TV anbieten. (hc)

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