Sunrise UPC hält Umsatz und gewinnt Kunden

6. Mai 2021, 12:36
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Die Integration schreitet voran, drückt aber auf den Gewinn. Der fusionierte Telco plant eine neue Dachmarke.

Das kombinierte Unternehmen Sunrise UPC konnte im Startquartal 2021 neue Kunden gewinnen. Dennoch ging der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 0,3% auf umgerechnet knapp 770 Millionen Franken leicht zurück.
Der Preiskampf im Schweizer Telekommarkt dürfte ein Hauptgrund gewesen sein, warum der Umsatz trotz der grösseren Zahl von Kunden stagnierte. "Die Promotionen in den letzten Monaten haben das Preisniveau ein Stück weit verschoben, nun gibt es aber nicht mehr viel Potenzial nach unten", sagte Sunrise-UPC-Chef André Krause zur Nachrichtenagentur 'AWP'.
Er begründete die Umsatzstagnation ausserdem mit einem negativen Covid-Effekt. So hätten sich vor allem die ausbleibenden Auslandreisen negativ auf die Roamingeinnahmen ausgewirkt. "Ohne diesen Effekt hätten wir im ersten Quartal schon leichtes Wachstum gesehen". Im Gesamtjahr soll dann Wachstum resultieren.

Fusionskosten belasten Gewinn

Die Profitabilität nahm im ersten Quartal deutlicher ab als der Umsatz, wie der auf vergleichbarer Basis rückläufige Betriebsgewinn (EBITDA) zeigt. Rund zwei Drittel des Rückgangs von 7,3% sind laut Krause die Folge von Integrationskosten.
Der Telco rechnet im laufenden Jahr mit Kosten in der Höhe von 150 Millionen Franken für die Fusion. Dazu zählen auch Aufwendungen für den geplanten Stellenabbau, der rund 600 Jobs umfasst.
"Abgesehen davon haben wir viel Geld investiert, um schneller zu wachsen – also etwa ins Marketing und im Geschäftskundenbereich." Für das Gesamtjahr rechnet Sunrise UPC mit einem Rückgang des Betriebsgewinns im tiefen einstelligen Prozentbereich.

Wachstum im B2B-Bereich

Im Berichtsquartal habe man neue Verträge und Verlängerungen beziehungsweise Upgrades bestehender Kundenbeziehungen verzeichnen können, schreibt das Unternehmen zum Geschäftskundenbereich. Dazu gehörten SRG SSR, CH Media, die SV Group (Landesgesellschaften für Deutschland und Österreich), Emmi Schweiz und das Schweizerische Rote Kreuz. Das Wachstum im B2B-Bereich habe seine positive Entwicklung mit einem Wachstum in allen Segmenten fortgesetzt, mit der pandemiebedingten Ausnahme bei der Bereitstellung von Wholesale-Sprachdiensten, heisst es in einer Mitteilung.

Keine Details zu neuer Marke

Krauses Ziel ist es, die Integration rasch über die Bühne zu bringen. "Wir kommen mit unserem Integrationsplan derzeit etwas schneller voran als ursprünglich gedacht."
Ein nächster grosser Schritt sei eine neue Dachmarke. "Bis Ende Jahr oder Anfang nächsten Jahres sollte dieser Markenname feststehen", sagte Krause. Ob die Tendenz in Richtung Sunrise, UPC oder einem neuen Namen geht, wollte er nicht sagen.
Entschieden sei aber schon, dass das Unternehmen künftig auf die neue TV-Plattform aus dem Mutterkonzern Liberty Global setzen will. Dazu gehöre auch weiterhin eine TV-Box, die aber deutlich kleiner sein werde als die bisherige. "Diese Box wollen wir im vierten Quartal lancieren, sofern der aktuelle globale Mangel an Halbleitern diesen Zeitplan nicht vereitelt", so der CEO.

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