Sunrise verbietet VoIP-Nutzung via Handy

22. Juli 2011, 09:34
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Swisscom und Orange wollen von einem Verbot nichts wissen.

Swisscom und Orange wollen von einem Verbot nichts wissen.
Der Schweizer Telekommunikationsanbieter Sunrise verbietet seinen Kunden die Nutzung von Voice-over-IP (VoIP) über das Mobilfunknetz. Applikationen wie etwa Skype dürfen demnach auf dem Smartphone nicht benutzt werden. Dies berichtet das Schweizer Blog 'MacMacken'.
VoIP wird Sunrise-Kunden nicht empfohlen
Auf Anfrage von inside-it.ch bestätigt Sunrise, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bereits im Herbst 2010 entsprechend angepasst worden seien. Sunrise habe die Einschränkungen vorgenommen, weil man die Qualität bei der Nutzung von VoIP nicht gewährleisten könne. "VoIP wird den Sunrise-Kunden nicht empfohlen", heisst es in einer Stellungnahme des Telekommunikationsanbieter.
Mit der Anpassung der Geschäftsbedingungen hat Sunrise auch gleich ein Verbot von Tethering, wo das Handy als "Hotspot" beispielsweise für den Laptop dient, und über die Datenverbindung des Handys gesurft wird, in das Kleingedruckte aufgenommen. Aber man biete in der Produktpalette attraktive Angebote mit Flatrates und Datenoptionen im Mobile-Segement für Kunden, welche überall und flexibel auf mobilen Geräten im Internet surfen wollen, so Sunrise.
Swisscom und Orange ohne Einschränkung
Bei der Konkurrenz will man von solchen Einschränkungen nichts wissen, auch wenn Dienste wie VoIP oder Tethering natürlich an den Einnahmen der Anbieter knabbern. Sowohl Swisscom wie auch Orange betonen auf Anfrage, man schränke weder VoIP noch Tethering ein. Man empfehle den Kunden aber, entsprechende Datenabonnemente abzuschliessen, um böse Überraschungen auf der Rechnung auszuschliessen. Beide Anbieter weisen zudem auf ihre "Fair-Use-Richtlinien" hin, wonach bei extensiver Nutzung der Datendienste eine Drosselung der Geschwindigkeit vorgenommen werden könne. (Thomas Brühwiler)

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