Sunrise will ins B2B-Geschäft zurück

10. Oktober 2011, 10:36
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Nach Hüst und Hott ist wieder Hüst dran: Sunrise kauft NextiraOne Schweiz und will damit wieder ein Player im Geschäft mit (grösseren) Firmen werden.

Nach Hüst und Hott ist wieder Hüst dran: Sunrise kauft NextiraOne Schweiz und will damit wieder ein Player im Geschäft mit (grösseren) Firmen werden.
Sunrise übernimmt zu einem nicht genannten Preis die Schweizer Niederlassung von NextiraOne. Der Systemintegrator wird in den Bereich Business von Sunrise integriert. Alle 180 Mitarbeitenden von NextiraOne sollen übernommen werden, für das Management unter dem Schweizer Telekommunikationsveteranen Walter Zemp werden neue Rollen innerhalb des Unternehmens gesucht. Zemp selbst, der nächstes Jahr 70 wird, wird die Betreuung der Kunden übernehmen, wie er gegenüber inside-channels.ch sagte.
Zusammen mit NextiraOne wird Sunrise wieder ein valabler Player im Geschäft mit mittleren und grossen Firmen. So listet NextiraOne im Bereich Unified Communications unter anderem Kunden wie Visana, die Basler Versicherungen, den Flughafen Zürich, die ZKB oder Bühler auf. Bisher musste NextiraOne, gemäss Zemp wohl der grösste unabhängige Systemintegrator im Bereich Collaboration, die Telekommunikation bei einem Dritten einkaufen. "Zusammen mit Sunrise sind wir nun eine starke Nummer zwei," sagt Zemp.
Kaufen, verkaufen, kaufen, ...
Mit dem Kauf von NextiraOne vollzieht Sunrise, seit gut einem Jahr in Besitz der britischen Beteilungsgesellschaft CVC eine erneute Kehrtwende.
Im Mai 2005 übernahm Sunrise den Bereich Business Communication von Ascom Nun baut Sunrise das B2B-Geschäft also wieder auf, diesmal mit NextiraOne.
NextiraOne selbst ist die frühere Netzwerk-Dienstleistungstochter von Alcatel. Sie wurde 2002 an die Investmentfirma Platinum Equity verkauft, die den paneuropäischen Dienstleiter 2006 an ABN AMRO Capital France weiterreichte. Die heutige Abénex Capital hat die Schweizer Niederlassung nun also weiter verkauft. Sunrise hat 2008 übrigens nicht nur das B2B-Geschäft verkauft, sondern auch den Betrieb der eigenen Netzwerke samt 290 Mitarbeitenden ausgelagert - zu Alcatel. Der Vertrag wurde aber dieses Jahr wieder aufgelöst.
Auf die Frage, ob man nicht besser den vor sechs Jahren teuer gekauften Geschäftskundenbereich behalten hätte, sagt Sunrise-Sprecher Roger Schaller: "Die Vorzeichen und Ziele damals waren anders." (Christoph Hugenschmidt)

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