Suns Rückkehr zur Blade-Normalität

6. Juni 2007, 16:11
  • rechenzentrum
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Neue Chassis halb so gross wie Vorgänger. Blades mit AMD, Intel oder UltraSparc T1-CPU in einem Chassis.

Neue Chassis halb so gross wie Vorgänger. Blades mit AMD-, Intel- oder UltraSparc T1-CPUs in einem Chassis.
Sun hat eine neue Bladeserver-Plattform lanciert, das "Sun Blade 6000 Modular System". Eine Besonderheit der neuen Plattform ist es, dass darin in einem Chassis Blades mit CPUs verschiedener Hersteller und den Betriebssystemen Windows, Linux oder Solaris gemixt werden können.
Mit dem neuen System bewegt sich Sun aber vor allem wieder in den Mainstream des Bladeserver-Markts. Sun verliess den markt 2005 und eine Zeit lang stand man dem Blade-Konzept eher kritisch gegenüber - der Ex-CEO Scott McNealy spottete gerne, Blades seien doch nichts anderes als "vertikal aufgestellte Pizzabox-Server. Vor rund einem Jahr aber lancierte Sun wieder eigene Blade Server, das Sun Blade 8000 Modular System. Dieses System hob sich mit seinem Konzept stark ab von den Blade-Systemen der Konkurrenz. Die Chassis sind ziemlich gross (19U und 14U) und die einzelnen Blades mit vier CPU-Sockeln ausgerüstet, eine Seltenheit im Blade-Bereich.
Das 6000er-System scheint nun eher eine direkte Konkurrenz zu den Systemen von HP oder IBM zu sein und Suns Server-Chef John Fowler, dass die 6000er Blades genau auf den Bereichen des Blade-Markts abzielen, in dem heute die grössten Mengen verkauft werden.
Erhältlich sind Ein-CPU-Blades mit Suns Ultrasparc T1-CPUs, Zwei-CPU-Blades mit AMDs Dual-Core-OpteronCPUs und zwei CPU-Blades mit Intels neuen Quad-Core Xeons. Sun verspricht ausserdem höhere I/O-Leistungen und Memory-Kapazitäten, als die direkte Konkurrenz. Die neuen Blade-Chassis von Sun können je zehn Blades aufnehmen und sind 10 Höheneinheiten hoch, insgesamt passen also vier davon in ein normales Rack. (hjm)

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