Supercomputer: USA hat wieder die Klasse, China hat die Masse

25. Juni 2018, 13:40
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Wie sich dies bereits angekündigt hatte, hat die USA mit dem von IBM gebauten System "Summit" am Oak Ridge National Laboratory des US-Energieministeriums erstmals seit 2012 wieder den schnellsten Supercomputer der Welt. Summit erreicht eine Spitzenleistung von 122,3 Petaflops. In der gerade wieder erschienenen aktualisierten Liste der 500 schnellsten Computer taucht zudem auch auf Platz drei ein neues US-System auf. "Sierra" wurde ebenfalls von IBM gebaut, verrichtet seine Arbeit im Lawrence Livermore National Laboratory und erreicht 71,6 Petaflops. Die bisherigen Spitzenreiter, die chinesischen Modelle Sunway TaihuLight und Tianhe-2A sind damit auf die Plätze zwei und vier zurückgerutscht.
Auf Platz fünf folgt ein ebenfalls neuer, von Fujitsu gebaute japanischer Supercomputer. Und der Supercomputer-Stolz der Schweiz, der von Cray stammende "Piz Daint" des CSCS in Lugano, ist mit 19,6 Petaflops zwar vom dritten auf den sechsten Platz zurückgerutscht, hält aber immer noch sicher einen Platz in den Top-10.
Wenn man sich generelle Entwicklungen anschaut, dann fällt auf, wie hoch das "Leistungsgefälle" auch unter den Top-500-Computern der Welt ist. Die Nummer zehn der Welt hat beispielsweise rund ein Neuntel der Leistung des neuen Spitzenreiters, die Nummer 100 etwa ein Siebzigstel. 227 Systeme in den Top-500 leisten weniger als ein Petaflops. Wie die Verfasser der Top-500-Rangliste anmerken, hat sich die Zahl der Computer mit über einem Petaflops Leistung zwar verglichen mit dem letzten Jahr deutlich von 181 auf 273 Systeme erhöht, die Leistungsentwicklung ist aber insgesamt nicht mehr so hoch, wie in früheren Jahren.
Obwohl mit Summit der schnellste Supercomputer der Welt wieder in den USA steht, hat China, die zweite Supermacht auf diesem Gebiet, bei der Menge weiter zugelegt. 206 der 500 schnellsten Computer arbeiten gegenwärtig in China. In den USA sind es 145, in Japan 36, in Grossbritannien 22, in Deutschland 21 und in Frankreich 18.
Auch unter den Anbietern dominieren, wenn man die Menge der gelieferten Systeme betrachtet, chinesische Unternehmen. Drei der fünf grössten Hersteller stammen aus China. Lenovo hat HPE überholt und hat nun mit 122 Systemen den global deutlich höchsten Marktanteil. Inspur liegt mit 68 Systemen auf Platz drei, Sugong mit 55 Systemen auf Platz fünf. Die beiden US-Anbieter HPE (79 Systeme) und Cray (56 Systeme) liegen an zweiter und vierter Stelle. IBM hat zwar den gegenwärtig schnellsten Computer der Welt gebaut, ist aber insgesamt nur mit 19 Systemen in den Top-500 vertreten. (hjm)

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