Suva und BBT schliessen Millionenprojekt ab

11. August 2011, 15:28
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Suva ersetzt ValsanaEnterprise mit einer neuen Lösung. Grossprojekt zusammen mit BBT.

Suva ersetzt ValsanaEnterprise mit einer neuen Lösung. Grossprojekt zusammen mit BBT.
Es hat eindeutig Platz für zwei Hersteller von Lösungen für Krankenkassen und Versicherungen in der Schweiz: So hat die Innerschweizer BBT zwar den Riesenauftrag für ein neues Kernsystem für die Suva an Adcubum verloren, kann nun aber trotzdem einen Erfolg beim gleichen Kunden vermelden. Und zwar ging das neue System V6UG für das Unternehmensgeschäft am 18.7. bei Suva und ihrem Kunden CSS life. Mit der Lösung steuert Suva Dienstleistungen (Care Management), die sie für andere Unternehmen erbringt.
Suva und BBT haben die Lösung als Nachfolge-Produkt für ValsanaEnterprise gemeinsam entwickelt. Der Aufwand für die Neuentwicklung von V6UG war beträchtlich: BBT-Chef Christoph Ammann schätzt, dass die beiden Partner etwa 100 Personenjahre in die neue Lösung gesteckt haben. Rechnet man mit Kosten von 150'000 Franken pro Personenjahr so hat das Projekt etwa 15 Millionen Franken verschlungen. Dies ist aber eine wilde Schätzung: Weder BBT noch Suva kommunizieren den Aufwand für das Projekt, das im April 2007 gestartet wurde.
BBT vermarktet nun BBTE selbst
Auslöser für das Projekt war die technologische Entwicklung, wie Suva-Sprecherin Silvia Schnidrig auf Anfrage in einem E-Mail schreibt. Die Einbindung der Lösung in die vorhandene Software-Landschaft der Kunden sei für den Erfolg der Suva im Markt entscheidend. V6UG könne nun beliebig Fremdkomponenten der Kunden einbauen.
BBT vermarktet die Lösung nun als BBTE auf eigene Rechnung weiter und ist guter Hoffnung. "Derzeit laufen bereits Verhandlungen mit weiteren Versicherungen," so Ammann.
Datenmigration als Stolperstein
Budget und Zeitplan seien in dem Projekt eingehalten worden, schreibt Schnidrig. Allerdings scheint es (klassische) Probleme mit der Datenmigration gegeben zu haben. Schnidrig: "Die grösste Herausforderung stellte aber die Migration der Daten aus den 80er Jahren dar. Dies führte dazu, dass wir über alles gesehen, das Gesamtprojekt um ein Jahr verlängern mussten. Das Know-how, das wir uns in der Migration erarbeiteten, stellt einen gewaltigen Vorteil für die Einbindung weiterer Kunden dar." (Christoph Hugenschmidt)

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