Svizzer gegen Google und Microsoft

11. Februar 2005, 10:36
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Eine Schweizer Desktop-Suchmaschine versucht, im Konzert der Grossen mitzumachen.

Eine Schweizer Desktop-Suchmaschine versucht, im Konzert der Grossen mitzumachen.
"Wie kann man nur so bescheuert sein, sich mit Google und Microsoft anzulegen?" – Das fragen sich die Entwickler der gestern lancierten Schweizer Desktop-Suchmaschine "Svizzer" in den "Frequently asked questions" auf ihrer Produktewebsite gleich selbst. Die Antwort ist selbstbewusst: "Tun wir das? Möglich. Als wir im April 2004 beschlossen, diese Software zu schreiben, wollten wir damit in erster Linie einen Eigenbedarf erfüllen. Jeder kennt den Microsoft Explorer. Niemand findet ihn wirklich gut. Wir auch nicht. Und unsere E-Mails haben wir mit Tools von Microsoft erst Recht nicht gefunden. Jetzt haben alle Großen Desktop-Searchtools und plötzlich ist es ein Hype. Uns ist es egal. Wir versuchen einfach, die beste Lösung zu bauen."
Hinter "Svizzer" steht die 1993 gegründete Churer Softwareschmiede G10. Die Suchmaschine gibt es in drei Versionen, wobei die Grundversion kostenlos ist. Svizzer erstellt wie andere Suchmaschinen einen Index der Inhalte auf einem PC. Die Besonderheit der eigenen Software gegenüber der Konkurrenz, so G10, sind Features wie eine integrierte Meta-Websuche, ein frei konfigurierbarer News-Ticker und die ebenfalls frei konfigurierbare Indexierung, bei der ein Benutzer selbst entscheiden kann, welche Dateien aus welchen Pfaden indexiert und wann diese aktualisiert werden.
Zusätzlich zur kostenlosen Version gibt es zwei weitere Versionen. Die "Professional Edition" (gegenwärtig 49 Franken) ermöglicht zusätzlich die Indexierung von verbundenen Netzwerkpfaden, entfernbaren Speichermedien und von Daten, die von MS Exchange verwaltet werden.
Die "Enterprise Edition" beinhaltet einige Security-Features, zum Beispiel rollenbasierte Zugriffsregeln für die Benutzer sowie eine 256-Bit-Verschlüsselung aller Daten.
Svizzer läuft auf Windows 2000/XP/2003-Plattformen und erfordert die Installation des Microsoft .NET Frameworks. (Hans Jörg Maron)

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