SVP und CVP kritisieren EWZ-Carrier-Pläne

14. Juni 2006, 15:57
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"Schnapsidee." – "Begeisterung hält sich in Grenzen."

"Schnapsidee." – "Begeisterung hält sich in Grenzen."
Die Absichten des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ), für 200 Millionen Franken sein Breitbandnetz, die die staatliche Konkurrenz verhindern wollen.
Seine Partei werde den (Aus-)Bau des städtischen Breitbandnetzes "mit aller Härte bekämpfen", so Tuena. Die Bevölkerung mit einem Glasfasernetz zu versorgen gehöre nicht in die Kernkompetenzen des EWZ. Wie schon Cablecom und Swisscom argumentierte Tuena damit, dass es nicht angeht, "dass der Staat damit private Telekommunikationsanbieter konkurrenziert." Er wolle nun Cablecom, Swisscom und andere Unternehmen kontaktieren, um den 200-Millionen-Franken-Kredit zu Fall zu bringen.
Ins gleiche Horn bläst auch die CVP: "Wir stehen der Vorlage kritisch gegenüber", so Gemeinderat-Fraktionschef Christian Traber. Über das Geschäft wurde zwar noch nicht beraten, doch die Begeisterung halte sich in Grenzen.
Die SP aber, die in der Stadt Zürich die stärkste Fraktion stellt, unterstützt die EWZ-Pläne. Die Nachricht sei dort auf grosse Begeisterung gestossen, so SP-Fraktionschefin Judith Bucher. Bei der SP sieht man ein staatliches Breitbandnetz als "Service public". Auch seitens FDP ist eher positives zu hören. Die Reaktionen von Cablecom und Swisscom hätten gezeigt, dass ein eigenes Glasfasernetz des EWZ den Wettbewerb ankurbeln würde, sagt Fraktionschefin Doris Weber gegenüber der Zeitung. Sollten sich die verschiedenen Fraktionen nicht einigen können, wird es wohl zu einer Volksabstimmung kommen. (mim)

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