Sweet smart home

31. August 2015 um 09:42
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Eine kleine Übersicht über heute vohandene Angebote.

Eine kleine Übersicht über heute vohandene Angebote.
Das intelligente Heim, das seinen Bewohner digital verwöhnt, ist noch immer ein Zukunftstraum. Mittlerweile gibt es zwischen Keller und Dachstock aber zahlreiche smarte Zonen. Viel der intelligenten Elektronik ist durchaus preiswert und einfach zu installieren.
Es ist eine Lieblingsszene in Science-Fiction-Filmen: Helden und Heldinnen kommen abgekämpft nach Hause und werden vom sprechenden Haus begrüsst, dass je nach Filmgenre ein warmes Bad oder einen fertig gemixten Drink vorschlägt.
Die Realität im Schweizer Heim sieht anders aus. Nachdem man mit der leeren Batterie der Garagentorfernbedienung gekämpft, den Hausschlüssel rausgefummelt und die Werbewurfsendungen weggeräumt hat, muss man vor der Espresso-Maschine warten, bis diese aufgeheizt ist. Weil dann die Bohnen aufgebraucht, der Kapselbehälter voll oder der Wassertank leer ist, zeigen sich dann filmreif die stahlharten Nerven helvetischer Selbstbeherrschung.
Glücklicherweise gibt es aber auch in Schweizer Wohnräumen immer mehr "smarte Inseln". Wer beispielsweise das Lichtsystem "Hue" installiert, kann beim Nachhausekommen mit einem Fingertippen auf dem Handy seine Wohnung in eine sanft beleuchtete Wohlfühlzone verwandeln. Oder mit der Disco-App erst mal zum Lichtorgelgewitter abtanzen.
Installieren und bedienen kann das jeder. Man schraubt alte Glühbirnen raus und smarte LED-Leuchtmittel rein. Eine kleine, mit dem Internet verbundene Box sowie Apps für iOS, Android, Windows Phone oder PC steuern die Beleuchtung. Die Einstiegskosten liegen bei rund 200 Franken.
Für jederzeit wohlige Wärme sorgt die smarte Heizungssteuerung Max! von "EQ-3". Bestehende Radiatorenventile werden durch smarte ausgetauscht. Eine Box und Apps sorgen dann dafür, dass jeder Raum zu jeder Zeit die richtige Temperatur hat. Natürlich kann man dann schon auf dem Nachhauseweg das Badezimmer auf wohlige Schaumbadtemperaturen vorheizen.
Sicherheit im Paket
Fertigpakete mit intelligenter Technik gibt es auch im Bereich Sicherheit und Einbruchschutz. Besonders ausgeklügelt ist Smartlife von Swisscom. Sensoren erkennen offene Fenster und Türen. Das System erinnert dann Vergessliche oder erkennt Eindringlinge.
Bewegungssensoren, Thermostate, bewegliche Kameras sowie Wasser- und Rauchmelder kooperieren mit geschalteten Steckdosen für Licht, Geräte oder Sirenen. Man kann so aus der Ferne nach dem Rechten sehen und erhält Merkwürdiges auf dem Handy signalisiert. Sogar Nachbarn oder Sicherheitsdienste lassen sich automatisch aufbieten. Bei Smartlife liegen die Einstiegskosten bei rund 300 Franken. Je nach Diensten kommen noch monatliche Abokosten von 10 bis 25 Franken dazu.
Ähnliche Lösungen werden in der Schweiz auch von Switel, Gigaset, Netgear (Arlo), D-Link und Elv.ch vertrieben.
Von der Wasch- bis zur Kaffeemaschine
Fast schon unbegrenzt ist das Angebot von smarten Einzelhelfern. Die Waschmaschine, welche ihr Arbeitsende am TV anzeigt, kann genauso erworben werden, wie der Kühlschrank, dessen Inhalt man via App und integrierter Kamera im Supermarkt überprüfen kann. Total verappt ist insbesondere die Heimunterhaltung. Das führt in der Praxis aber leider noch oft dazu, dass man statt der passenden Fernbedienung nun einfach die richtige App sucht.
Was für das wirklich smarte Home fehlt, ist die Integration der verschiedenen Geräte und Insellösungen in einen einfach zu bedienende Gesamtlösung. Ein solcher smarter Butler würde dann beim Einschalten des TV das Licht dimmen, am Geburtstag das Weckerradio mit "Happy Birthday" programmieren und merken, wenn man ohne Handy aus dem Haus geht.
Internetdienste wie Ifttt.com versuchen verschiedenste Geräte via Internet zusammenarbeiten zu lassen. Systemanbieter wie Digitalstrom verkaufen zunehmend nicht einfach Technik, sondern herstellerübergreifende Lösungen. Grösste Hürde sind aber unterschiedlichste Standards. Bereits heute funkt das smarte Haus mit fünf verschiedenen, unverträglichen Techniken.
Doch die Experten sind zuversichtlich. So meint Connected-Living-Experte Fred Gastaldo von Swisscom: "Das Internet der Dinge wird unser Leben und insbesondere die Art wie wir wohnen in Zukunft stark verändern. Die möglichen Services werden Schritt für Schritt ausgeweitet. Die Herausforderung ist, Funktionen mit echtem Mehrwert und Komfortgewinn zu bieten, die sich dennoch einfach bedienen lassen. (Kurt Haupt, sda/hjm)

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