Swico-Mitglieder äussern sich zu EU-Cloud-Projekt

24. August 2021, 09:07
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Von Gaia-X erhoffen sich hiesige Firmen Daten­souveränität, neue Kunden und Datenschutz, wie eine Befragung zeigt.

Zu Gaia-X befragte Swico-Mitglieder sind der Meinung, dass die Schweiz einen Anschluss an die EU-Cloud benötigt und ihre Unternehmungen davon profitieren würden. Dies teilt der Branchenverband nach einer im April durchgeführten Bedürfnisanalyse mit.
Dabei muss erwähnt werden, dass sich an der Analyse lediglich 26 Unternehmen, die Hälfte davon KMU, beteiligt haben. Die Ergebnisse sind somit nicht repräsentativ, zeigen aber wohl eine gewisse Tendenz. Ein Grossteil der Befragten gab an, dass ein Schweizer Zugang zu Gaia-X notwendig sei, schreibt Swico und ergänzt: "Die Vorteile werden unter anderem in einer Verbesserung der Datensouveränität, der Schaffung von Klarheit im internationalen Datenschutzumfeld und der Innovationsförderung gesehen. Nachteile (administrativer Natur) werden mehrheitlich nicht befürchtet."
Als Bereiche, in denen man von Gaia-X profitieren könne, nannten die Unternehmen unter anderem die Nutzung von Services in einem definierten regulatorischen Rahmen sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an europäischen Projekten. Weitere Vorteile sehen die hiesigen Firmen, wenn es um sensitive Daten geht, etwa in der Medizin, der Verwaltung und bei Banken sowie Versicherungen. Daneben erhoffen sie sich, neue Kunden für Cloud-Lösungen durch sichere Server-Systeme mit Standort Schweiz oder Europa gewinnen zu können.
Weiter schätzen die Unternehmen laut der Analyse die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Organisationen als vorteilhaft ein, sowie die Schaffung eines vertrauenswürdigen Digitalökosystems. Ausserdem erhoffen sich die Swico-Mitglieder positive Effekte aufgrund der Standardisierungsfunktion von Gaia-X inklusive einheitlicher Datenschutzanforderungen der Kunden.
Nur "vereinzelte Mitglieder" hätten gar keinen Nutzen für ihr Unternehmen bei einer Partizipation an Gaia-X gesehen oder aber angegeben, dass "sich ein allfälliger Nutzen noch zeigen muss", schreibt Swico. Genauso vereinzelt seien Bedenken betreffend der Sicherheit der Datenspeicherung innerhalb des Gaia-X-Netzwerks geäussert worden.
Es verwundert bei der insgesamt recht positiven Einschätzung nicht, dass dem Swico von den Befragten mehrheitlich bestätigt wird, dass der Verband "die Zusammenarbeit mit Schweizer Behörden betreffend die Gründung eines Schweizer Gaia-X-Hubs intensivieren soll".
Mit Stand Juni 2021 waren 18 Hubs im europäischen Raum etabliert. Die Schweiz fehle jedoch bis anhin, schreibt uns Swico auf Anfrage. Deshalb sei es wichtig, hier Fortschritte zu erlangen. 

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