Swico rechnet mit Reduzierung der vRG

20. Mai 2010, 10:08
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Schweizer Private und Firmen haben 2009 wieder fleissig Elektroschrott entsorgt.

Schweizer Private und Firmen haben 2009 wieder fleissig Elektroschrott entsorgt.
Der Branchenverband Swico geht davon aus, dass die vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) per 1. Januar 2011 erneut tendenziell sinken wird. Bereits letztes Jahr sanken die meisten Tarife, während ein Jahr zuvor eine Reduzierung um 25 Prozent erfolgte. Wie Paul Brändli, Geschäftsführer Swico Recycling, zu inside-channels.ch sagt, könnte höchstens der Handy-Tarif etwas nach oben angepasst werden, ansonsten erwartet er sinkende oder dann gleich bleibende Tarife - "falls sich der Rohstoffmarkt in den nächsten Monaten nicht negativ verändert", so Brändli.
Morgen Freitag findet eine entsprechende Sitzung statt, wo darüber diskutiert wird. Gemäss Brändli muss der Handel ein halbes Jahr vorher über Änderungen des Tarifs informiert werden. Deshalb müsse der Swico bis Ende Juni kommunizieren.
52'623 Tonnen Elektroschrott gesammelt
Grund für die voraussichtliche Reduzierung der vRG ist, dass der Swico die im letzten Jahr entstandenen Kosten trotz steigendem Volumen auf rund 30 Millionen Franken senken konnte. Die Kosten verteilen sich heute zu 42,2 Prozent aufs Recycling, 29,3 Prozent gehen in die Logistik, 12,4 Prozent an die Abgabestellen, 5,7 Prozent in die Verpackung und 2,5 Prozent entfallen auf die Administration. Brändli betont in einer Mitteilung, dass der Swico trotz geringeren Aufwendungen die Sammelaktivitäten verbessern konnte. Zum Erfolg beigetragen hätten zahlreiche Weiterbildungs- und Informationsaktivitäten des Swico.
Am gestrigen "Greenforum" von Swico, das nun bereits zum dritten Mal stattfand, gab der Branchenverband auch bekannt, dass letztes Jahr 52'623 Tonnen Elektro- und Elektronikschrott gesammelt worden seien. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um 3,7 Prozent oder 1'900 Tonnen. Damit baue die Schweiz ihre Pionierrolle im Recycling weiter aus, so Brändli.
Die Schweizer Bevölkerung führte über die öffentlichen Abgabe- und Sammelstellen 30'800 Tonnen oder 55 Prozent des Elektro- und Elektronikschrott der Schweiz der Wiederverwertung zu. Über die Hersteller gelangten 5'600 Tonnen oder 10 Prozent, über die Händler 9'520 Tonnen oder 17 Prozent und über die Firmen 10'080 Tonnen oder 18 Prozent Altmaterial ins Recycling. (Maurizio Minetti)

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