SWICO-Recycling-Ziele: Weniger "Trittbrettfahrer", mehr Öffentlichkeitsarbeit

7. April 2008, 12:25
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Letztes Jahr gab es in der Schweiz 576 Unternehmen, fast ein Viertel mehr als noch 2006, welche die Konvention von SWICO Recycling unterzeichnet haben und damit am SWICO-Recycling-System partizipieren.

Letztes Jahr gab es in der Schweiz 576 Unternehmen, fast ein Viertel mehr als noch 2006, welche die Konvention von SWICO Recycling unterzeichnet haben und damit am SWICO-Recycling-System partizipieren. Bei den neuen Mitgliedern handelte es sich durchwegs um sogenannte "B-Unterzeichner", die über ein Gemeinschaftskonto abrechnen. Die Zahl der "A-Unterzeichner", die ein eigenes Konto führen, teilweise selbst Ersatzteile entnehmen und vorwiegend B2B-Retouren abwickeln, sank dagegen um 3 auf 23.
Damit erreicht SWICO Recycling nach eigenen Angaben eine Marktabdeckung von rund 90 Prozent. Ein Dorn im Auge sind der für den Betrieb des Recycling-Netzwerks zuständigen Kommission der SWICO aber die "Trittbrettfahrer", die aus Kostengründen nicht an einem lokalen System partizipieren wollen, und trotzdem davon profitieren. Aktuell gehören dazu vor allem neue ausländische Marktteilnehmer und Online-Händler mit Geschäftssitz im Ausland. Diese sollen vermehrt zur Unterzeichnung der SWICO-Recycling-Konvention bewegt werden, und SWICO Recycling sucht ausserdem zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt und mit anderen Systembetreibern nach Lösungen für die Schweiz.
Zu den Vorhaben von SWICO Recycling für die Zukunft gehört darüber hinaus vermehrte Öffentlichkeitsarbeit, sowie mehr Kostentransparenz, klare Qualitätsdefinitionen und eine weitere Verbesserung der Effizienz und der Umweltfreundlichkeit des Entsorgungsprozesses.
In Bezug auf die Recyclingkosten konnte SWICO Recycling letztes Jahr einen Erfolg verbuchen: Durch die Reduktion der Schweizer Entsorgungspartner von 16 auf 7 sanken die Recyclingkosten pro Tonne um rund die Hälfte. So überstiegen 2007 die Erträge (38,7 Millionen Franken) erstmals seit 2001 den Aufwand (33,2 Millionen Franken) für das Recycling. Die Kostensenkung erlaubte der nicht profitorientierten Kommission zusammen mit den gestiegenen Rohstoffpreisen unter anderem die Anfang dieses Jahres durchgeführte Senkung der Recycling-Gebühren um durchschnittlich 20 Prozent. (hjm)

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