Swico stellt sich in der E-Voting-Debatte hinter Bundesrat

28. März 2018, 14:17
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In Sachen elektronische Stimmabgabe stellt sich der Vorstand des Verbands Swico hinter den Bundesrat.

In Sachen elektronische Stimmabgabe stellt sich der Vorstand des Verbands Swico hinter den Bundesrat. Der hatte sich schon letztes Jahr für eine rasche schweizweite Einführung ausgesprochen. Man habe sich im Vorstand "einstimmig dafür ausgesprochen, E-Voting weiter voranzutreiben", heisst es nun auch beim Verband der ICT-Anbieter.
Bei der Einführung gelte es, durchaus bestehende Risiken zu berücksichtigen, wird betont. Doch selbst wenn "die flächendeckende Einführung noch Jahre auf sich warten lassen dürfte, sollen die entsprechenden Arbeiten, Pilotprojekte und Versuche weiter vorangetrieben werden", so die Swico-Chefs.
Damit positioniert sich der Verband gegen die Bremser und Begrenzer des E-Votings. Deshalb soll gemeinsam mit dem Chaos Computer Club (CCC) und anderen Partnern eine Volksabstimmung initiiert werden.
Die zentralen Argumente der E-Voting-Gegner betreffen die Sicherheit: Die Systeme seien zu unsicher und könnten zu einfach gehackt werden. Dass das keine Propaganda ist, wurde schon an Hackerveranstaltungen wie der DefCon gezeigt. Dort sind in weniger als zwei Stunden E-Voting-Systeme der USA und anderer Länder infiltrieren worden.
Bei dem Verband plädiert man hingegen für ein ausgewogenes Vorgehen. Zumal klar sei, dass E-Voting kein Sprint sein wird, wie sich Swico-Präsident Andreas Knöpfli zitieren lässt. Doch gerade weil es um einen Marathon gehe, sei das Stehenbleiben keine Alternative, fügt er an.
Deshalb sollen an das entsprechende System laut Swico auch "sehr strenge Anforderungen gestellt" und diese auch alle erfüllt werden. Sicherheit habe vor Tempo zu gehen, wird betont. Aber gerade weil eine sichere Lösung angestrebt wird, müssten "laufend Versuche und Pilotprojekte mit sorgfältig kontrolliertem Risiko durchgeführt werden".
Dabei sieht der Swico die Schweiz bei der Einführung von E-Voting sogar in einer "Führungsrolle". Denn das Land sei "aus vielen Gründen dafür prädestiniert und als 'Leuchtturm der Demokratie' in dieser Frage sehr glaubwürdig". (vri)

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