Swift: Apple überrascht mit neuer Programmiersprache

3. Juni 2014, 06:54
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Apple präsentiert neue Versionen der Betriebssysteme iOS und OS X. Doch für Aufsehen sorgt die neue Programmiersprache Swift.

Apple präsentiert neue Versionen der Betriebssysteme iOS und OS X. Doch für Aufsehen sorgt die neue Programmiersprache Swift.
Apple hat am Montag ein neues Betriebssystem für seine Macs vorgestellt. Es trägt den Namen "Yosemite" wie der Nationalpark in Kalifornien. Unter anderem wurde das Design stärker an das Aussehen der Software auf den iPhones und iPads angepasst, wie Apple-Manager Craig Federighi zur Eröffnung der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco demonstrierte. Es soll wie das ebenfalls gestern vorgestellte iOS 8 im Herbst erscheinen.
Apple-Chef Tim Cook zeigte sich ungewöhnlich angriffslustig mit Seitenhieben gegen das dominierende Smartphone-System Android von Google. Auffallend war, dass viele Funktionen der neuen Betriebssysteme bereits von anderen Anbietern wie ausgerechnet Google, Dropbox oder WhatsApp bekannt sind. Ein besonderer Fokus liegt auf Cloud-Diensten für Fotos und andere Dateien und einer besseren Bedienung. Ausserdem gibt es Plattformen für Fitness- Informationen und zur Steuerung von Hausgeräten.
Gesundheit und Haushalt
Eine der neuen Apps ist "Health" als zentrale Verwaltung für Fitness- und Gesundheitsdaten. Sie wird von Experten auch als Baustein für eine von Apple erwartete Smartwatch gesehen. Mit der Plattform "HomeKit" sollen Software-Entwickler diverse Hausgeräte von Apple-Technik aus steuerbar machen. Wenn der Nutzer zum Beispiel dem Apple- Assistenten Siri sage, dass er ins Bett gehe, könnte das Haus automatisch die Türen verriegeln und die Lichter dimmen, erläuterte Apples Software-Chef Craig Federighi.
Mit iOS 8 fallen gleich mehrere bisherige Beschränkungen. Apps können erstmals untereinander kommunizieren. Virtuelle Tastaturen anderer Anbieter können eingebunden werden. Zudem können jetzt Einkäufe in Apples Download-Plattform iTunes zwischen bis zu sechs Familienmitgliedern geteilt werden.
iOS und OS X verstehen sich besser
Wie Apple ausführte, wird man nahtloser zwischen Macs und mobilen Apple-Geräten wechseln können. Einen Telefonanruf, der auf dem iPhone eingeht, kann man auf seinem Mac entgegennehmen. Die Verknüpfung der beiden Welten ist wichtig: Apple hat rund 80 Millionen Mac- Kunden - dagegen wurden bisher über 800 Millionen mobiler Geräte mit iOS verkauft.
Zu weiteren Neuerungen gehört die Online-Festplatte iCloud Drive. Sie steht auch Windows-Nutzern offen. Das ist eine klare Ansage, dass Apple sich mit voller Kraft ins Geschäft mit Cloud-Diensten stürzt, in denen Google und Microsoft sehr aktiv sind.
Eigene Programmiersprache Swift
Zum Ende der rund zweistündigen Präsentation kündigte Apple eine eigene Programmiersprache mit dem Namen Swift an, die neue Arten von Anwendungen ermöglichen soll und einfacher zu handhaben sei.
Die neue Programmiersprache sei schneller und einfacher als Objective-C, so Apple. Swift soll so einfach und übersichtlich zu schreiben sein wie JavaScript oder Python. Entwickler vor Ort waren in ersten Reaktionen begeistert, allerdings bleibt noch unklar, ob die Entwicklung von Apps mit Swift wirklich einfacher wird. Einige argumentierten, es brauche nicht noch eine weitere Programmiersprache.
Apple hat eine erste Swift-Anleitung publiziert. (mim)

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