Swift meldet wieder einmal Hackerattacken auf Banken

31. August 2016, 13:01
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Banken sollen ihre Transaktionssysteme endlich auf den neusten Stand bringen, fordert die Genossenschaft Swift.

Banken sollen ihre Transaktionssysteme endlich auf den neusten Stand bringen, fordert die Genossenschaft Swift.
Seit Ende April ist bekannt, dass der Angriff auf die Zentralbank von Bangladesch - einer der grössten Betrugsfälle in der Geschichte des Internets - in engem Zusammenhang mit dem internationalen Zahlungsverkehrssystem Swift.
Demnach geht Swift von einer dauerhaften Bedrohung aus. Die Kriminellen passten sich an neue Gegebenheiten bei den Banken an, warnte die in Brüssel ansässige Genossenschaft. Wie viel Geld die Hacker inzwischen erbeutet haben, wurde zwar nicht ausgeführt. Doch forderte der Dienstleister die Geldinstitute auf, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen. Dabei geht es unter anderem um die Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung in der Kommunikation, die Swift inzwischen um zusätzliche Tools erweitert hat.
Als gemeinnützige Genossenschaft hatte Swift aber bisher kein Druckmittel, um die Umsetzung der Empfehlungen bei seinen Mitgliedern zu erzwingen. Jetzt wird in dem Brief an die Mitglieder darauf hingewiesen, dass die neuste Swift-Software bis zum 19. November installiert sein sollte. Denn ab dann könne man jene Mitglieder, die nicht auf dem aktuellsten Stand sind, an Aufsichtsbehörden oder andere Finanzinstitute melden. (vri)

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