"Swiss Banking Platform" landet bei Raiffeisenbanken

30. März 2005 um 13:32
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Bewegung bei der Swiss Banking Platform von SAP und CSC: Man hat einen neuen Kunden, die Plattform wird renoviert und mit T-Systems kommt ein neuer Partner an Bord.

Bewegung bei der Swiss Banking Platform von SAP und CSC: Man hat einen neuen Kunden, die Plattform wird renoviert und mit T-Systems kommt ein neuer Partner an Bord.
CSC und SAP haben aller Wahrscheinlichkeit nach neben der Kantonalbank nun einen zweiten Kunden für ihre "Swiss Banking Platform" in der Schweiz, wie der CEO von CSC Switzerland Markus Gröninger heute Mittag verkünden konnte: Der schweizerische Verband der Raiffeisenkassen (SVRB) hat sich dazu entschieden, die Zahlungsverkehrslösung der SBP für ihren inländischen und ausländischen Zahlungsverkehr einzusetzen. Die Integration innerhalb der Raiffeisenbanken soll über SAPs Integrationsplattform NetWeaver erfolgen.
Der SVRB hat eine Absichtserklärung für das Projekt unterzeichnet. Über finanzielle Details durfte Gröninger noch keine Auskunft geben, er erklärte aber zumindest, dass das Volumen des Auftrags "für uns signifikant" sei.
Auch auf der Softwareseite gibt es bei der Plattform Veränderungen: Die Benutzeroberfläche wurde über alle Prozesse hinweg vereinheitlicht, NetWeaver dient als Integrationsplattform und Applikationen von Drittanbietern wurden durch SAP-Standard-Bankenmodule ersetzt. Ein Drittanbieter kommt allerdings auch hinzu: Neu ist "GEOS", ein integriertes Onlinesystem für das "Straight-Through-Processing" (Bearbeitung mit möglichst wenigen manuellen Eingriffen) von Wertpapier- und Derivatstransaktionen ein Teil der Plattform. GEOS ist auch bei Banken in der Schweiz nicht unbekannt: Die Lösung war zum Beispiel ein Teil der AGI-Plattform.
Damit kommt aber auch ein neuer Partner an Bord der Swiss Banking Plattform: Die österreichische Software Daten Service GmbH, die Herstellerin von GEOS, wurde nämlich Mitte des letzten Jahres von T-Systems übernommen. SDS wird zwar als weitgehend eigenständiges Unternehmen geführt, T-Systems selbst ist aber nun neben IBM ein möglicher Partner, wenn es um den Betrieb der Infrastruktur in einem Projekt geht. (Hans Jörg Maron)

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