Swiss Fibre Net holt Sunrise an Bord

5. Juni 2013, 05:00
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Nach einem Start mit vielen Nebengeräuschen kooperiert der Glasfaser-Verbund Swiss Fibre Net nun mit Sunrise.

Nach einem Start mit vielen Nebengeräuschen kooperiert der Glasfaser-Verbund Swiss Fibre Net nun mit Sunrise.
Trotz mancher Misstöne bei der Gründung von Swiss Fibre Net (SFN) als eigenes Unternehmens zur Vermarktung des Glasfaserbaus von vier regionalen Energieversorgern, hat Sunrise heute eine Kooperation mit SFN bekannt gegeben. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Verbund von derzeit EWB (Energie Wasser Bern), EWL (Energie Wasser Luzern), EWM (Energie und Wasser Meilen) sowie SGSW (St. Galler Stadtwerke) eine "strategische Zusammenarbeit für den gemeinsamen Aufbau einer Alternative im Schweizer Markt für glasfaserbasierte Telekomdienstleistungen" aufzugleisen, wie es in einer Meldung von heute heisst.
Dabei hält Sunrise fest, dass angesichts der vielen Anbietern von lokalen Glasfaserinfrastrukturen erst eine Bündelung dieser Anbieter zu einer attraktiven und breiten Flächenabdeckung für die eigenen Services führen werde. Zwar mangelt es daran gerade noch beim SFN, der seit März noch keine weiteren Energieversorger als Partner präsentiert hat, doch sieht man bei Sunrise gleichwohl schlummernde Potentiale.
So soll nun erst einmal eine zentrale Bestell-, Liefer- und Entstörungsplattform namens ALEX geschaffen werden, so dass Sunrise dann Zugriff auf sämtliche Glasfaseranschlüsse der SFN-Mitglieder hat. Die flächendeckende FTTH-Basisinfrastruktur (Fiber To The Home) in den vier Regionen sei der erste Schritt der Zusammenarbeit, heisst es weiter. Zudem will Sunrise seine eigenen Mobilfunkstandorte und seine Glasfaserangebote für Unternehmen im SFN-Bereich an diese Infrastruktur anbinden sowie künftig auch beim Backbone die regionalen Ressourcen nutzen.
Gleichzeitig baut Sunrise in den nächsten zwei Jahren aber mit 500 Millionen Franken auch die eigenen Netze aus. Gemeinsam mit den Anstrengungen von SFN könnte so tatsächlich erreicht werden, dass der dominierende Breitbandanbieter Swisscom stärkere Konkurrenz bekommt, was beim SNF-Start als Ziel formuliert worden war. Die Frage wird allerdings sein, ob der Verbund es schafft, die Bündelung der Kräfte der lokalen Glasfaseranbieter, die man nicht müde wird zu betonen, tatsächlich realisieren kann. (vri)

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