Swiss Life streicht 80 Informatikstellen

26. November 2008, 15:04
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Sparmassnahmen treffen vor allem den Informatikbereich. Diverse IT-Projekte werden zurückgestellt. 'Amarta'-Nachfolgeprojekt beginnt ein halbes Jahr später.

Sparmassnahmen treffen vor allem den Informatikbereich. Diverse IT-Projekte werden zurückgestellt. 'Amarta'-Nachfolgeprojekt beginnt ein halbes Jahr später.
Swiss Life hat heute umfangreiche Restrukturierungsmassnahmen angekündigt, die insbesondere den Informatikbereich betreffen. Der grösste Schweizer Lebensversicherer will die Aufgaben zwischen dem Konzernhauptsitz in Zürich und den Geschäftseinheiten neu verteilen und die Zahl der Informatikprojekte "deutlich reduzieren". Zudem sollen in der Schweiz in den nächsten Jahren 200 Stellen gestrichen werden – 80 davon in der Zürcher Informatikabteilung, wie Swiss-Life-Sprecherin Irene Fischbach gegenüber inside-it.ch sagt. Entlassungen sollen vermieden werden.
"KV-Transformation" beginnt erst Mitte 2009
Bei den IT-Projekten werden laut Swiss Life "rigoros Prioritäten" gesetzt. Was das genau heisst, konnte Swiss Life auf Anfrage nicht erläutern. Man müsse die Projekte nun sehr genau unter die Lupe nehmen. Abklärungen seien am Laufen, so Fischbach. Bereits entschieden ist, dass das Projekt "KV-Transformation" um ein halbes Jahr verschoben wird. Dabei handelt es sich um das Nachfolgeprojekt des im vergangenen Sommer gescheiterten "Amarta"-Projekts: Seit dem Jahr 2000 hatte Swiss Life versucht, das Kollektivgeschäft auf eine einheitliche Software-Plattform zu bringen. Das neue Projekt soll nun statt Ende 2008 erst Mitte 2009 beginnen, wie Fischbach sagt.
Die heute angekündigten Sparmassnahmen werden bis 2012 dauern. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Kosten gegenüber 2007 um rund 90 Millionen Franken reduziert werden. Ein Drittel der Kostenreduktion erfolgt über den Stellenabbau. Mehr als die Hälfte der Einsparungen (wie auch der Abbau von zwei Dritteln der 200 Stellen) soll nächstes Jahr realisiert werden. Die anfallenden Restrukturierungskosten von rund 40 Millionen Franken werden zu rund 80 Prozent dem Geschäftsjahr 2008 belastet. (Maurizio Minetti)

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