Swisscom-Ausfall: "Es war ein Softwareproblem"

25. Mai 2016, 12:46
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Ab gestern Mittag hatte Swisscom mit einer massiven Störung zu kämpfen.

Ab gestern Mittag hatte Swisscom mit einer massiven Störung zu kämpfen. Nun konnte der Telco die Ursache für das Problem eruieren. Laut Konzernchef Urs Schaeppi war ein Softwareproblem der Grund für die Panne, wie er heute an einer Konferenz in Bern sagte. Er entschuldigte sich zugleich für den Vorfall.
Gestern teilte Swisscom mit, dass das Problem technisch der "Ethernet Access Plattform" zugeordnet werden könne. Diese Plattform ist für den Zugang der Geschäftskunden auf das Breitband-Internet verantwortlich. Wie uns Swisscom-Sprecher Armin Schädeli heute auf Anfrage mitteilt, konnte der Ursprung in einem Netzbereich in Lausanne lokalisiert werden. Die Störung hatte zu einer instabilen Situation im Access-Netz geführt.
Die Swisscom-Störung begann gestern gegen 12.00 Uhr. Einzelne Regionen konnten im Verlaufe des Nachmittags nach und nach wieder aufgeschaltet werden, so Schädeli zu inside-it.ch weiter. Gegen 19.00 Uhr konnten die Kunden von wenigen Ausnahmen abgesehen wieder auf das Internet zugreifen. Wegen des Unterbruchs stiegen auch in verschiedenen Städten die Geldautomaten aus, die an das Swisscom-Netz angeschlossen sind. Das Festnetz und die Mobilverbindungen waren hingegen nicht tangiert.
Allfällige Schadensersatzforderungen
Während die Systeme wieder stabil laufen, bleibt vorerst offen, ob Swisscom mit Schadenersatzforderungen konfrontiert wird. Im Geschäftskundenbereich arbeite der Telco meist mit Servicevereinbarungen. Würden diese nicht eingehalten, müssten teilweise Penaltys bezahlt werden, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'sda'. Allfällige Schadenersatzforderungen der Kunden würden im Einzelfall geprüft. Zu möglichen Kosten, die daraus resultieren, wollte sich Swisscom nicht äussern. (kjo/sda)

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