Swisscom automatisiert Netzwerk mit Red Hat Ansible Tower

11. September 2018 um 09:03
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Red Hat-CEO Jim Whitehurst erklärt inside-channels.ch gleichzeitig, ob und wie das Ansible-Geschäft sich entwickelt.

Red Hat-CEO Jim Whitehurst erklärt inside-channels.ch gleichzeitig, ob und wie das Ansible-Geschäft sich entwickelt.
Swisscom nutzt Red Hat Ansible Tower als Plattform, um unternehmensweit viele manuelle Aufgaben in der IT und im Netzwerk zu automatisieren. Dies meldet der Telco.
Swisscom installierte Red Hat Ansible Tower in mehreren Umgebungen mit unterschiedlichen Netzwerkkonfigurationen. Sobald die Implementierung abgeschlossen ist, sollen 80 User in fünf Teams Red Hat Ansible Tower als zentrale Lösung für die Automatisierung nutzen. Das Mengengerüst dazu: Es geht darum, das Management von rund 15‘000 Komponenten zu automatisieren, darunter seien Server, Firewalls, Netzwerkgeräte und Speichersysteme. Zudem würde die OpenStack-Plattform von Swisscom so überwacht.
Mit der Automatisierung will der Telco effizienter werden und schneller, und hat auch errechnet, rund 3000 Arbeitsstunden pro Jahr einzusparen. Der Konzern geht zudem davon aus, man werde die Zusammenarbeit mit standardisierten Playbooks und monatlichen, so genannten Synchronisationstreffen verbessern können.
Dank der Reduktion an manuellen Arbeiten erhielten die Swisscom-Ingenieure mehr Raum für wertvollere strategische Aufgaben und Innovationen, heisst es weiter.
Das Unternehmen hat auch künftige Einsatzgebiete für die IT- und Netzwerkautomatisierungs-Plattform definiert: Red Hat Ansible Tower soll bei der Verwaltung des E-Mail-Missbrauchs-Systems, zur Automatisierung von Firewalls und zur Orchestrierung komplexer Anwendungs-Implementierungen eingesetzt werden. Die Automatisierung und Orchestrierung der eigenen Oracle Exadata-Datenbanken soll ebenfalls mit dem Red-Hat-Produkt erreicht werden.
"Automatisierung wird für Red Hat riesig!"
Dass man selten von Schweizer Ansible-Kunden hört, liege nicht an fehlender Marktakzeptanz, sondern an den verschwiegenen Kunden, heisst es. Und Red-Hat-CEO Jim Whitehurst zeigte sich am Red-Hat-Forum Switzerland sehr zufrieden mit der Marktentwicklung von Ansible. "Wir haben Ansible initial übernommen, weil wir dies als beste Technologie sahen, um Container und Microservices zu automatisieren", so Whitehurst zu inside-channels.ch. "Wenn Firmen eine Million Container haben, dann wollen sie diese nicht manuell patchen."
Eine der grossen Stärken der Public Cloud sei Automatisierung, so Whitehurst, aber jetzt wünschen immer Firmen auch Automatisierung on Premise. "Und jetzt wird das Thema riesig!" Dabei würden viele Firmen Ansible in einer Weise einsetzen, an die Red Hat selbst nie gedacht habe: "Es wird für alle möglichen Automatisierungen in der DevOps-Tool-Chain eingesetzt. Aktuell sehen wir, dass alle Netzwerk-Provider Ansible-Support bieten für tausende und Millionen von Netzwerk-Devices. Damit wird Ansible führend beim Management von Netzwerk-Devices. Und es wird von Security-Firmen eingesetzt, wenn es um Remediation in der Endpoint-Plattform geht. Ansible wächst überall so rasch wie Unkraut." Und ist es auch für Red Hat ein Business? "Ich wünsche mir, es würden mehr Nutzer bezahlen. Viele Firmen nutzen einfach den Engine und die Sprache, aber immer mehr zahlen auch," sagt Whitehurst. "Es ist ein grossartiges und rasch wachsendes Geschäft."
Red Hat hatte Ansible 2015 übernommen für geschätzte 100 Millionen Franken. (Marcel Gamma)

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