Swisscom bringt G.fast in die ganze Schweiz

18. Oktober 2016, 14:26
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Die neue Technologie verleiht Kupferkabeln neuen Schub.

Die G.fast-Technologie verleiht Kupferkabeln neuen Schub. Insbesondere Haushalte ausserhalb von Ballungszentren sollen von höheren Bandbreiten profitieren.
Die Technologie "G.fast" ermöglicht es in Haushalten oder Unternehmen, die noch nicht mit Glasfaser erschlossen sind, die Bandbreite deutlich zu erhöhen. In einer mehr als vierjährigen Projektphase hat Swisscom gemeinsam mit dem Technologiepartner Huawei Lösungen für den Schweizer Markt entwickelt.
Erste Kunden wurden bereits im Frühjahr mit G.fast versorgt. Damals hatte der Telco angekündigt, Ende 2016 mit der flächendeckenden Einführung von G.fast zu beginnen. Seit September, wie Swisscom heute schreibt, kommt beim schweizweiten FTTS-Ausbau (Fibre to the Street) fast ausschliesslich G.fast-taugliche Hardware zum Einsatz. Damit sei man der erste europäische Telekommunikationsanbieter, der die Technologie live schaltet.
Bis zu 500 Mbit/s mit Kupferkabel
Bei FTTS werden Glasfaserleitung bis rund 200 Meter vor die Gebäude verlegt. Auf der restlichen Strecke werden die bestehenden Kupferkabel verwendet. Dies ist insbesondere ausserhalb von Ballungszentren der Fall, wo die Kunden noch etwas auf einen Glasfaseranschluss im Haus warten müssen.
Herzstück der G.fast-Technologie sind die sogenannten FTTS-DSLAMS, die von Huawei an die Bedürfnisse von Swisscom angepasst wurden. Diese Geräte sorgen für die Übertragung der Signale von Glasfasern auf Kupferkabel und umgekehrt. Mit G.fast erreicht Swisscom eigenen Angaben zufolge Bandbreiten von bis zu 500 Mbit/s auf Kupferkabeln, wenn diese kürzer als 100 Meter sind. Unter rund 200 Metern Länge sollen immerhin noch 300 Mbit/s erreicht werden können. (kjo)

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