Swisscom darf in Bern Mikroantennen bauen

3. März 2017, 14:04
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Swisscom kann in der Stadt Bern maximal hundert Mobilfunk-Kleinstantennen installieren. Der Berner Gemeinderat hat dem Schweizer Mobilfunkanbieter dafür eine auf fünf Jahre befristete Rahmenkonzession erteilt.
Bei diesen sogenannten Mikrozellen handelt es sich um besonders kleine Fernmeldeanlagen. Sie weisen eine Leistung von weniger als sechs Watt auf.
Solche Geräte unterlägen dem Mobilfunkantennen­moratorium auf stadteigenen Grundstücken nicht, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Auch seien sie nicht von der Verordnung des Bundes über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung betroffen. Gemäss Bundesamt für Umweltschutz (Bafu) seien sie ungefährlich. Ihre Erstellung erfordert grundsätzlich keine Bewilligung, jedoch die Zustimmung des jeweiligen Grundeigentümers.
Im Untergrund versenkt
Als Standorte für Kleinstantennen kommen unter anderem unterirdische Schächte in Frage. Ziel ist es, das Mobilfunknetz in Ballungszentren zu verdichten. Die Benutzung von Schächten im öffentlichen Raum erfordert in der Stadt Bern eine Sondernutzungskonzession. Diese hat der Gemeinderat mit der befristeten Rahmenkonzession erteilt.
Nun soll die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün die einzelnen Standorte mit sogenannten Objektkonzessionen bewilligen. Swisscom wird diese Standorte jeweils mit einem im Detail noch zu bestimmenden Hinweis versehen müssen.
Mit dieser Auflage nimmt der Gemeinderat Vorbehalte gegenüber Mobilfunkstrahlung auf. Er will weitere solche Rahmenkonzessionen erteilen, sollten sich weitere Anbieter mit Gesuchen für Kleinstantennen an die Stadt wenden. (kjo/sda)

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