Swisscom darf sich The Phone House einverleiben

4. Juni 2008, 09:26
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Weko genehmigt den Kauf von The Phone House durch Swisscom. Sunrise und Orange wollen den Entscheid genau analysieren.

Weko genehmigt den Kauf von The Phone House durch Swisscom. Sunrise und Orange wollen den Entscheid genau analysieren.
Nach etwas mehr als einem Monat ist der Spuk vorbei: Swisscom darf die Schweizer Filialen von The Phone House (TPH) übernehmen. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat keine Schaffung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung von Swisscom festgestellt. Ende April hatte die Weko eine vorläufige Prüfung der wenige Wochen zuvor. Eine vertiefte Prüfung wird es nun nicht mehr geben.
Sunrise: Situation analysieren
Gegen den Kauf von TPH hatten die beiden Swisscom-Konkurrenten Sunrise und Orange protestiert. Durch die Übernahme der 62 TPH-Filialen wird Swisscom über 170 eigene Shops in der Schweiz betreiben. Orange hat nur 46, Sunrise 41 eigene Shops. Swisscom betreibt heute 110 Shops, davon 11 in Globus-Filialen. TPH hatte bis anhin auch Sunrise-, Orange- und Yallo-Angebote im Sortiment. Damit ist nun bald Schluss. Auf Anfrage sagte ein Sunrise-Sprecher, dass die Situation nun genau analysiert werde. Danach werde man über "weitere Schritte" entscheiden. Auch Orange äusserte sich in diese Richtung.
Laut Weko besteht nach dem Deal beim Vertrieb von Mobilfunkdienstleistungen weiterhin genügend Wettbewerb. "Auch nach dem Zusammenschluss existieren mehrere alternative Vertriebskanäle für den Verkauf von Mobilfunkabonnementen und -geräten", so die Wettbewerbshüter in einer Mitteilung. Die Konsumenten hätten weiterhin verschiedene Ausweichmöglichkeiten beim Erwerb von Mobilfunkangeboten. Swisscom erwerbe zudem mit der Übernahme keine zusätzlichen Endkunden, sondern erweitere "lediglich" das eigene Vertriebsnetz. (Maurizio Minetti)

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