Swisscom feiert 50 Gigabit pro Sekunde

9. Oktober 2020, 13:29
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Der Telco erreichte mit 50 Gbit/s im eigenen Glasfasernetz einen Meilenstein. In zwei Jahren soll die Technologie Marktreif sein.

Es stehe ausser Frage, dass der Breitbandbedarf in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen werde, sagt Markus Reber, Leiter Swisscom Netze, in einer Mitteilung. Die Telekom-Unternehmen investieren somit kontinuierlich in die Netze, aber auch in die Weiterentwicklung der Technologien. Und dies nicht nur im 5G-Bereich, sondern auch im Festnetz.
Swisscom habe nun in einer realen Netzumgebung im Anschlussnetz einen Meilenstein erreicht, teilt das Unternehmen mit. Dabei sei bestehende OLT-Hardware (Optical Line Termination) mit einem Prototyp einer 50 Giga PON (Passive Optical Network) Line Card aufgerüstet worden. Auf einem Festnetzanschluss sei so eine Bandbreite von 50 Gbit/s im Download und 25 Gbit/s im Upload erreicht worden. Dabei handle es sich um eine Weltpremiere, jubiliert Swisscom.
Der Telco schätze, dass die Technologie in etwa zwei Jahren die Marktreife erreicht haben wird und eingesetzt werden kann. Dabei stünden zwei Anwendungsbereiche im Fokus. Die Technologie würde die Erschliessung von Mobilfunkantennen, insbesondere für 5G, erleichtern. "Denn wir können dafür dasselbe Netz nutzen, das wir bereits zur Erschliessung von Haushalten gebaut haben. Dank einer Bandbreite von 50 Gbit/s steht dafür genug Leistung zur Verfügung", sagt Reber.
Ausserdem könne PON mit 50 Gbit/s für Geschäftskunden eine Option sein. "Die fortschreitende Virtualisierung der Netze wird es Unternehmen beispielsweise ermöglichen, die benötigte Bandbreite als Option flexibel und bedarfsgerecht einzustellen", glaubt der Swisscom-Manager. Im Markt für Privatkunden hingegen dürften die heute verfügbaren 10 Gbit/s noch über einige Jahre mehr als genügen.

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