Swisscom gewinnt 150-Mio-Deal der SBB

4. Mai 2010, 12:41
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SBB verlängert den Desktop-Outsourcing-Vertrag mit Swisscom IT Services um fünf Jahre. PC-Arbeitsplätze werden auf Windows 7 migriert.

SBB verlängert den Desktop-Outsourcing-Vertrag mit Swisscom IT Services um fünf Jahre. PC-Arbeitsplätze werden auf Windows 7 migriert.
Die SBB hat den Desktop-Outsourcing-Vertrag mit Swisscom IT Services (SITS) um fünf Jahre bis 2016 verlängert. Besser gesagt: Die SBB hat den Vertrag nicht vorzeitig gekündigt und gleichzeitig haben die beiden Parteien neue Konditionen ausgehandelt. Damit konnte die SBB eine erneute Ausschreibung des Deals nach WTO-Regeln und damit einen allfälligen ungewollten Wechsel des Dienstleisters vermeiden.
Teil des nun verlängerten Vertrags, der gemäss SBB ein Volumen von immerhin 150 Millionen Franken bis 2016 umfasst, ist die Erneuerung der IT-Arbeitsplätze der SBB. Diese hatten immer wieder zu teils heftigen Klagen seitens der SBB-internen Benutzer geführt. Teil der Modernisierung wird die Migration der SBB-Clients auf Windows 7 sein. Neue PCs will die SBB aber nicht generell, sondern nur bei Bedarf einführen, wie SBB-CIO Peter Kummer (Foto) auf Anfrage in einem E-Mail schreibt.
Die in der Vergangenheit von den vielen tausend SBB-Angestellten immer wieder kritisierten (und manchmal auch für Kunden spürbaren) Probleme mit der Performance hat man nun besser im Griff, wie Kummer schreibt. Die Verbesserung der Performance "ist eines der Hauptziele der Modernisierung. Generell gilt aber, dass die Performance seit 2009 insgesamt markant verbessert werden konnte. Nicht zuletzt dank dem Einsatz neuer Real Thin Clients (RTC)."
Swisscom, trotz "Geburtswehen" der Vergangenheit
Die SBB hat sich für den bisherigen Dienstleister Swisscom entschieden, obwohl dieser 2005 gröbere Probleme bei der Übernahme der komplexen PC-Infrastruktur - die SBB sind möglicherweise der grösste Citrix-Anwender in Europa - bekundet hatte. Für Kummer ist dies kein Widerspruch: "Swisscom IT Services hatte im 2005 die üblichen 'Geburtswehen' einer Transition. Trotz der negativen Aussenwirkung haben sich seinerzeit keine Betriebsunterbrüche für die Benutzer ergeben, noch fielen erhöhte Kosten für die SBB an. Im Vergleich zu 2005 hat SITS mittlerweile gute Expertise im Citrix-Bereich aufgebaut und kennt die entsprechenden System- und Applikationsarchitekturen der SBB en détail. Dies zeigt sich unter anderem in einer seit 2007 hohen Betriebsqualität."
"Im Rahmen der Vorbereitungen," fährt Kummer fort, "hat SITS nachvollziehbare Massnahmen zur Einhaltung der kommerziellen, inhaltlichen und zeitlichen Projektvorgaben aufgezeigt. Mit 18 Monaten Transformationsphase wurde ein realistischer Umsetzungszeitraum mit ausreichendem Puffer für Unwägbarkeiten vereinbart." . (Christoph Hugenschmidt)

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