Swisscom investiert in Funktechnologie-Startup

25. Januar 2016, 13:04
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Das kalifornische Startup Kumu Networks hat nach eigenen Angaben von Swisscom, Cisco, Verizon und Deutsche Telekom insgesamt 25 Millionen Dollar an frischem Risikokapital erhalten.

Das kalifornische Startup Kumu Networks hat nach eigenen Angaben von Swisscom, Cisco, Verizon und Deutsche Telekom insgesamt 25 Millionen Dollar an frischem Risikokapital erhalten. Kumu hat zwar noch kein fertiges Produkt auf Lager, aber eine für Telcos äusserst interessante Technologie, die ihnen helfen könnte, ihre teilweise teuer erkauften Frequenzbündel effizienter zu nutzen.
Das 2012 von Mitarbeitenden der Stanford-Universität gegründete Unternehmen hat einen softwarebasierten Filter entwickelt, welcher bei Sendern von drahtlosen Signalen die sogenannte "Selbst-Interferenz" verhindert. Das heisst, dass drahtlose "Voll-Duplex"-Übertragungen möglich werden: Ein Sender kann auf der genau gleichen Frequenz senden und empfangen, ohne sich selbst zu stören. Somit braucht ein solcher Sender/Empfänger nur noch eine statt zwei Frequenzen, beziehungsweise in einem fixen Frequenzband können theoretisch doppelt so viele Sender betrieben werden, wie bisher.
Die Technologie kann laut Kumu sowohl in 5G-Mobilfunknetzen als auch WiFi-Netzwerken gebraucht werden, und hat zudem noch weitere potentielle Anwendungen. Die Chancen scheinen gut, dass die Technologie auch zur Marktfähigkeit weiterentwickelt werden kann: Sowohl die Deutsche Telekom als auch Telecom Italia haben laut Presseberichten bereits erfolgreiche Live-Tests durchgeführt. (hjm)

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