Swisscom IT Services ergattert CS-Serviceauftrag (korrigiert)

29. Oktober 2004, 15:16
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Swisscom IT Services löst bei Credit Suisse das Bechtle IT Systemhaus – die frühere Also Comsyt – als Vertragspartner für dezentrale IT Services ab.

Swisscom IT Services wird ab Ende Februar 2005 die dezentralen IT Services für die Credit Suisse übernehmen. Die Swisscom-Tochter wird Hardware-Dienstleistungen für rund 30'000 Arbeitsplätze leisten: Installationen, Umzüge, Retouren und Störungsbehebungen für Desktop-Computer, Notebooks, Drucker und Monitore. Swisscom IT Services leistet bisher ähnliche Services für rund 30'000 Arbeitsplätze bei verschiedenen Kunden, kann diese Zahl somit also durch diesen Deal verdoppeln.
Der bisherige Vertragspartner Also Comsyt – das heutige Bechtle IT Systemhaus – war Anfangs des Jahres 2000 durch die Übernahme der damaligen CS-Tochter IT Services AG zu diesem Auftrag gekommen, der nun per Ende Februar ausläuft. Der deutsche IT-Dienstleister hatte Also Comsyt in diesem Frühjahr von der Also Holding übernommen.
Stellenverlust bei Bechtle
Mit der CS IT Services AG kamen einst rund 180 Mitarbeiter zu Also Comsyt. Wieviele Mitarbeitende zuletzt noch mit dem Unterhalt der CS-Arbeitsplätze beschäftigt waren, konnte uns Bechtle-Sprecher Rudi Schmidt nicht genau sagen. Man habe aber schon seit März gewusst, dass man den Auftrag nicht mehr übernehmen würde und seither sukzessive Leute umgeschichtet und ein freiwilliges Outplacement-Programm aufgesetzt. Trotzdem, wie er offen erklärte, "werden ganz klar Arbeitsplätze abgebaut." Wie uns Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus eine Zahl, die der "Netzticker" anführt, bestätigte, könnten maximal rund 15 Bechtle-Mitarbeitende, falls sie das wollen, zu Swisscom IT Services wechseln. Bei Bechtle, erklärte Schmidt, habe man aber noch nie von dieser Zahl gehört und könne sie darum auch nicht bestätigen.
Eine Frage des Preises
Es war schon seit längerem ein offenes Geheimnis in der Szene, dass das Bechtle IT Systemhaus an einer Fortsetzung des Vertrags nur interessiert gewesen wäre, "wenn der Preis für uns stimmt." Angesichts des brutalen Preiskampfes, der heute unter den Anbietern dieser Art von IT-Services herrscht, ein hoher Anspruch.
Der Verlust des Auftrages tue allerdings weder dem Bechtle Konzern noch dem Bechtle IT Systemhaus sehr weh, kommentiert Schmidt: Das Auftragsvolumen bewege sich im "unteren zweistelligen Millionenbereich." (Anm. der Redaktion: In der ersten Version hatten wir hier fälschlicherweise im "unteren einstelligen Millionenbereich" geschrieben. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler.)
Beim Bechtle IT Systemhaus schätzte man die Chance, den Auftrag zu einem den eigenen Vorstellungen entsprechenden Preis zu erhalten offensichtlich schon früh sehr gering ein und beteiligte sich gar nicht erst an der Neuausschreibung. (Hans Jörg Maron)

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