Swisscom IT Services unter Preisdruck

8. August 2012, 12:12
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Umsatzrückgang trotz Firmenkäufen.

Umsatzrückgang trotz Firmenkäufen.
Swisscom IT Services (SITS) ist unter Preisdruck. Der Umsatz mit externen Kunden des grossen IT-Dienstleisters ist im zweiten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 268 Millionen Franken gesunken. Dies obwohl der Umsatz der im November 2011 übernommenen SAP-Spezialisten EFP und Cirrus nun mitgerechnet wurde. EFP und Cirrus setzten vor der Integration in SITS etwa 30 Millionen Franken um - reell betrug der Umsatzrückgang bei SITS im ersten Halbjahr also etwa sieben Prozent.
Allerdings konnte SITS den Umsatz mit anderen Swisscom-Gesellschaften steigern. Insgesamt setzte der Bereich "übrige operative Segmente" von Swisscom, zu dem auch der Kabelverleger Cablex gehört, im ersten Halbjahr 2012 852 Millionen Franken um und verdiente unter dem Strich (vor Abschreibungen) 146 Millionen Franken.
Der Rückgang des Geschäfts mit externen Kunden ist gemäss Swisscom auf mehrere Faktoren zurückzuführen. "Der Marktumsatz liegt aber trotz des Kaufs von EFP/Cirrus etwas niedriger als im Vorjahr. Das liegt vor allem an folgenden Gründen: Tiefere Volumen aufgrund geringerer Projektumsätze, Preisnachlässen bei Vertragsverlängerungen und dem Rückgang des internationalen Geschäfts bei Finance Services (ex Comit)", so SITS-Sprecher Martin Schweikert zu inside-channels.ch.
Schweikerts Begründung ist nachvollziehbar. Denn viele grosse Projekte zur Einführung neuer Kernbankenlösungen sind abgeschlossen.
Angesichts der jüngsten Zahlen von Swisscom IT Services wird der massive Ausbau des Geschäfts mit Dienstleistungen im SAP-Umfeld umso verständlicher. (Christoph Hugenschmidt)

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