Swisscom IT Services wächst kräftig

5. März 2008, 11:54
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Der Outsourcing-Anbieter steigert den externen Umsatz um 24 Prozent auf 430 Millionen Franken. Mutterkonzern Swisscom mit guten Jahreszahlen dank Fastweb.

Der Outsourcing-Anbieter steigert den externen Umsatz um 24 Prozent auf 430 Millionen Franken. Mutterkonzern Swisscom mit guten Jahreszahlen dank Fastweb.
Der Outsourcer und Systemintegrator Swisscom IT Services (SCIS) konnte im vergangenen Jahr den externen Umsatz um 24,3 Prozent von 346 auf 430 Millionen Franken steigern. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Swisscom-Geschäftsbericht hervor. Mitgerechnet ist dabei auch der Umsatz der SCIS-Tochter Comit, die auf Finanzdienstleistungen spezialisiert ist. Gesamthaft, also inklusive den internen Aufträgen, setzte SCIS im vergangenen Jahr mit 2600 Angestellten 901 Millionen Franken um.
Zur Gewinnsituation liess sich SCIS-Sprecher Martin Schweikert gegenüber inside-it.ch bloss entlocken, dass sich die EBITDA-Marge nun im "normalen Durchschnitt" befinde. IT-Dienstleister erreichen in der Regel eine operative Gewinnmarge von 8 bis 12 Prozent. Im Jahr zuvor hatte SCIS wegen Schwierigkeiten bei der Migration des Desktop-Outsourcing-Auftrags bei den SBB 49 Millionen Franken zurückstellen müssen. Die Vertragsrisiken konnten nun "in den wichtigsten Projekten" bereinigt werden.
Jahresabschluss Swisscom
Die im Mai vergangenen Jahres abgeschlossene Übernahme des zweitgrössten italienischen Festnetzanbieters Fastweb für knapp 7 Milliarden Franken hat den Swisscom-Umsatz beflügelt. Der ehemalige Telekom-Monopolist steigerte 2007 den Umsatz um 14,9 Prozent auf 11,09 Milliarden Franken, das Betriebsergebnis (EBITDA) wuchs um 18,9 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken. Klammert man die Fastweb-Übernahme aus, resultiert eine Umsatzsteigerung von lediglich 0,3 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis im angestammten Kerngeschäft in der Schweiz stieg um 1,7 Prozent. Unter dem Strich verdiente Swisscom 2,07 Milliarden Franken.
Dank dem Wachstum im Projekt- und Outsourcing-Geschäft mit Geschäftskunden und demjenigen in neuen Geschäftsbereichen sowie dem anhaltenden Kundenzuwachs bei den Breitbandanschlüssen konnte teilweise der Umsatzrückgang um 3,6 Prozent im Festnetzgeschäft kompensiert werden. Im Mobile-Bereich stieg der Umsatz hingegen um 2,7 Prozent. Fastweb verzeichnete eine Umsatzsteigerung um 13,7 Prozent und eine Gewinnsteigerung (ohne Sondereffekte) um 29 Prozent. Trotzdem schreibt das Unternehmen, das 1999 gegründet wurde, immer noch keinen Reingewinn. 2008 soll es so weit sein.
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Telekom-Anbieter einen Umsatz von rund 12,3 Milliarden Franken sowie ein EBITDA von rund 4,8 Milliarden Franken. (Maurizio Minetti)

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