Swisscom IT Services: "Wir sind dort, wo wir sein wollen"

5. November 2008, 10:17
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Umsatz im Jahresvergleich nur leicht gestiegen. Gewinnmarge jedoch auf einem "guten Niveau".

Umsatz im Jahresvergleich nur leicht gestiegen. Gewinnmarge jedoch auf einem "guten Niveau".
Swisscom IT Services (SCIS) setzte von Januar bis September 326 Millionen Franken mit externen Kunden um. Das sind 4,5 Prozent mehr als im gleichen Abschnitt des Vorjahres, als der IT-Outsourcing-Arm von Swisscom einen Umsatz von 312 Millionen Franken ausgewiesen hatte. Im dritten Quartal ging der Umsatz allerdings um 0,9 Prozent von 106 auf 105 Millionen Franken zurück. Die Zahlen der SCIS-Tochter Comit, die auf Dienstleistungen für die Finanzindustrie spezialisiert ist, sind darin enthalten.
SCIS-Sprecher Martin Schweikert erklärt, dass SCIS dieses Jahr zwar mehr Kunden hinzugewonnen habe, jedoch aufgrund des günstigeren Betriebs der Bankenlösungen Finnova und Avaloq den Umsatz nicht markant steigern konnte. "Der Betrieb der AGI-Plattform war wesentlich teurer", so Schweikert zu inside-it.ch. Zirka zwei Drittel des Umsatzes von SCIS und Comit werden in der Finanzindustrie generiert.
Gemäss Schweikert hat sich die Gewinnsituation von SCIS im Jahresvergleich verbessert: "Die EBITDA-Marge ist auf einem guten Niveau." Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass SCIS Mitte 2007 im Zusammenhang mit dem Outsourcing der SBB 49 Millionen Franken zurückstellen musste zur Folge hatten. Gleichzeitig hat Comit massiv auf zirka 700 Stellen aufgestockt. Beide Unternehmen beschäftigen zusammen zirka 2700 Personen.
Gesamthaft konnte der Swisscom-Konzern in den ersten neun Monaten den Umsatz vor allem dank der italienischen Tochter Fastweb um 12,4 Prozent von 8 auf 9 Milliarden Franken steigern. Der Reingewinn sank jedoch um 19,4 Prozent von 1,6 auf 1,3 Milliarden Franken, was im Wesentlichen auf den Verkauf von Antenna Hungaria im vergangenen Jahr zurückzuführen ist. Für das ganze Jahr erwartet der ehemalige Telekom-Monopolist einen Umsatz von rund 12,3 Milliarden sowie einen Gewinn auf EBITDA-Stufe von rund 4,8 Milliarden Franken. (Maurizio Minetti)

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