Swisscom-Leaks: Kein Erpresserschreiben

18. September 2013, 08:03
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Kundendaten wie Logins, E-Mail- oder Zahlungsverbindungen sollen nicht gestohlen worden sein.

Kundendaten wie Logins, E-Mail- oder Zahlungsverbindungen sollen nicht gestohlen worden sein.
Vom Datendiebstahl bei Swisscom sind nach jetziger Kenntnislage keine Kundendaten wie Logins, E-Mail- oder Zahlungsverbindungen betroffen. Nach heutigem Erkenntnisstand seien vor allem interne E-Mails von Swisscom-Mitarbeitenden auf den Datenbändern enthalten, sagte Sprecher Olaf Schulze.
Allerdings hat der Telekomkonzern noch nicht die vollständige Übersicht über das Ausmass des Datenverlusts. Swisscom habe die drei Bänder von der 'NZZ' erst am Vortag erhalten, sagte Schulze am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'sda'.
Die Auswertung sei aufwendig. Denn die benötigten Lesegeräte seien bei Swisscom seit dem letzten Jahr nicht mehr im Einsatz. Deshalb lasse sich nicht ausschliessen, dass auch Kundeninformationen auf den Bändern gespeichert seien.
Über die Motive der Täterschaft wollte Schulze nicht spekulieren. "Derzeit ist kein Erpressungsschreiben oder -anruf bei uns eingegangen", sagte der Swisscom-Sprecher. (sda/mim)

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