Swisscom legt im Strommarkt los

29. Januar 2013, 10:31
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Die im letzten September gegründete neue Swisscom-Tochter Swisscom Energy Solutions soll noch im laufenden Quartal den kommerziellen Betrieb aufnehmen, wie das Unternehmen heute mitteilt. Swisscom Energy Solutions bietet unter dem Label "BeSmart" ein System zur "intelligenten" Regelung des Stromverbrauchs an, das sowohl Stromerzeugern als auch den daran teilnehmenden Endkunden Vorteile bringen soll.
Der erste Kunde und gleichzeitig auch neuer Investor ist der Bündner Stromerzeuger Repower, der 35 prozent der Anteile von Swisscom Energy Solutions übernommen hat. Dementsprechend wird der Service auch zuerst in Graubünden lanciert. Sind die Erfahrungen dort positiv, soll die Technologie später landesweit angeboten werden. Wer sich als Endverbraucher dafür interessiert, kann sich aber schon heute landesweit als Testuser anmelden.
Das System verbindet, wie Swisscom dies erklärt, Heizsysteme der angeschlossenen Endkunden, zum Beispiel Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen und Wasserboiler, zu einem "virtuellen Kraftwerk". Der Begriff Kraftwerk ist allerdings etwas irreführend. Durch das System wird keinerlei Strom erzeugt. Auch Stromsparen steht nicht im Vordergrund, sondern die Regelung beziehungsweise Verschiebung von Lastspitzen. Wenn Strom knapp wird, benötigen Stromlieferanten sogenannte "Regelenergie". Das heisst normalerweise, dass sie zusätzliche Energie erzeugen, zum Beispiel durch das Hochfahren von Wasserkraftwerken, oder Zusatzstrom aus anderen Netzwerken beziehen. Das "BeSmart"-System versucht nun, Regelenergie auf der Verbrauchsseite beizusteuern. Bei einer Lastspitze wird bei den angeschlossenen Haushalten geprüft, wo gerade eine Möglichkeit für eine zeitliche Verschiebung der Heizlast besteht.
Dies geschieht, verspricht Swisscom, ohne eine Beeinträchtigung der Wohnqualität. Verbraucher können zudem das System jederzeit übersteuern. Die Teilnahme soll für Endverbraucher kostenlos sein, inklusive der Installation der dafür vor Ort benötigten Zusatzgeräte. Als Vorteil verspricht ihnen Swisscom unter anderem volle Transparenz über ihren Energieverbrauch. Zudem sollen Verbraucher durch das System mehr Kontrolle über eigene Geräte erhalten und diese über das Web oder eine mobile App auch von ausserhalb des Hauses ein- oder ausschalten können. (hjm)

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