Swisscom-Manager verletzen Meldepflicht: SWX untersucht

6. April 2006, 12:26
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Die Schweizer Börse SWX hat eine formelle Untersuchung gegen die Swisscom eröffnet.

Die Schweizer Börse SWX hat eine formelle Untersuchung gegen die Swisscom eröffnet. Wie es in einer heute veröffentlichten Mitteilung heisst, wurde möglicherweise das Kotierungsreglement verletzt. Dieses schreibt vor, dass Manager Aktien-Transaktionen offen legen müssen. Gemäss Vorabklärungen wurden Meldefristen nicht beachtet. Demnach bestehe der Verdacht, dass der Artikel 74a des Reglements verletzt worden sei.
Seit Mitte des vergangenen Jahres müssen Manager und Verwaltungsräte von börsenkotierten Unternehmen ihre Aktien-Transaktionen offen legen. Transaktionen ab 100'000 Franken müssen dem Unternehmen innerhalb von zwei Tagen gemeldet werden. Zwei Tage später soll die Börse informiert werden. Wird der Schwellenwert von 100'000 pro Person innerhalb eines Monats nicht überschritten, muss erst bei Monatsende eine Sammelmeldung gemacht werden. Eine Verletzung der Meldepflicht kann eine Busse von bis zu 200'000 Franken nach sich ziehen. Ebenso kann eine Streichung der Kotierung des Unternehmens erreicht werden.
Die Dauer des Untersuchungsverfahrens sei nicht bestimmt. Die SWX wird über den Ausgang der Untersuchung berichten. (mim)

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