Swisscom meint: Wir senken Roamingtarife "massiv" (per Option)

12. Mai 2009, 06:25
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Comparis meint: "Teurer statt billiger und natürlich komplizierter"

Comparis meint: "Teurer statt billiger und natürlich komplizierter".
Swisscom hat heute eine "massive" Senkung der Roamingpreise, also der Preise für das Telefonieren und Surfen mit Swisscom-Handys im Ausland, angekündigt. Generell gesenkt wird aber nur ein Tarif: Der Standardtarif für Datenübertragung im Ausland wird am 1. Juli von 14 auf immer noch happige 10 Franken pro Megabyte gesenkt.
In den Genuss der übrigen Preissenkungen kommen Kunden nur, wenn sie für 9 Franken pro Monat die Option "World Option Flex" ins Abo aufnehmen. Mit der Option, so Swisscom, können Kunden beim Telefonieren bis zu 29 Prozent, bei SMS bis 50 Prozent und beim Datenverkehr bis 80 Prozent verglichen mit den Standardtarifen einsparen. Konkret zahlen Kunden beispielsweise im EU-Ausland statt 85 Rappen pro Gesprächsminuten mit der Option noch 60 Rappen, pro SMS 20 statt 40 Rappen und 2 statt 10 Franken pro Megabyte Datenverkehr.
Die Option wird nur dann verrechnet, wenn das Handy auch tatsächlich im Ausland genützt wird, man muss sie also nicht für die Ferien extra bestellen und danach wieder abbestellen. Allerdings wird sie gemäss Comparis per Kalendermonat verrechnet. Wer also über ein Monatsende hinaus im Ausland das Handy benützt, muss zwei Monate bezahlen.
Der Preisvergleichsservice Comparis wertet die Aktion denn auch insgesamt trotz allem kritisch und titelt seine Stellungnahme zu den neuen Romingtarifen "Teurer statt billiger und natürlich komplizierter."
Immer noch "am besten gar nicht surfen"
In der eigentlichen Analyse ist Comparis differenzierter "World Option Flex ist nur dann günstiger, wenn man viel aus dem Ausland telefoniert. Für alle, die Daten übertragen oder mit dem Handy im Ausland surfen, lohnt sich die Option aber auf jeden Fall."
"Wer mit dem Handy im Ausland surft, soll die Option unbedingt abschliessen", empfiehlt der Telecom-Experte Ralf Beyeler von Comparis. Der Preis für den Datenverkehr sei damit vergleichsweise günstig, "aber immer noch massiv höher als im Inland". Sein Fazit bleibt darum weiterhin: "Im Ausland am besten gar nicht surfen und keine Daten übertragen." (hjm)

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