Swisscom prüft, IT-Stellen im Ausland zu schaffen

14. Februar 2019 um 12:39
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Noch ist kein Entscheid gefällt. Aber in der Schweiz sei es schwierig, Spezialisten zu finden.

Noch ist kein Entscheid gefällt. Aber in der Schweiz sei es schwierig, Spezialisten zu finden.
Bei Swisscom würden in der Schweiz Stellen für hochspezialisierte IT-Rollen über Monate unbesetzt bleiben. Der Mangel werde sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Deshalb habe Swisscom verschiedene Orte in Westeuropa evaluiert und prüfe derzeit den Aufbau einer ergänzenden Einheit in den Niederlanden, bestätigt das Unternehmen einen Bericht von 'Watson'.
Es sei aber noch kein Entscheid gefällt worden, betont Swisscom-Sprecher Armin Schädeli auf Anfrage von inside-it.ch. In einer ersten Phase würden voraussichtlich 40 Stellen geschaffen. Laut Bericht wird diese Zahl auf bis 200 anwachsen und auch von Berlin, Amsterdam und Dublin ist die Rede.
Es handle sich um hochspezialisierte Talente, die das Unternehmen trotz "enger Zusammenarbeit mit Hochschulen und intensiven Bemühungen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt" nicht finden könne, wie Swisscom ausführt. Es gehe nicht um Rollen im Bereich des Enterprise-Cloud-Angebots sondern um Stellen im Devops-Bereich. Gesucht seien insbesondere Devops-Engineers und Software-Entwickler. Damit wolle man langfristig dem Talent-Mangel entgegenwirken, so der Swisscom-Sprecher.
Die entsprechenden Jobs würden zuerst in der Schweiz ausgeschrieben und erst, wenn hierzulande keine Fachkräfte gefunden werden, schliesslich im Ausland. Es gehe somit nicht um eine Verlagerung ins Ausland, die Stellen würden sonst in der Schweiz unbesetzt bleiben.
Wie Swisscom weiter schreibt, habe das Unternehmen die Sozialpartner über diese mögliche Massnahme informiert. In die bereits bestehenden Massnahmen innerhalb des Unternehmens bezüglich der Weiterbildung der Mitarbeitenden werde weiter investiert. Der IT-Fachkräftemangel sei aber in der Schweiz stark spürbar, wie Swisscom ausführt, und werde sich in den nächsten Jahren durch die natürliche Fluktuation, Pensionierungen sowie der wachsenden Bedeutung von Software-Kompetenzen und neuen Methoden wie Devops verstärken. (Katharina Jochum)

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