Swisscom: "Solides Ergebnis in schwierigem Umfeld"

3. Mai 2017, 09:58
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Swisscom hat zum Jahresstart etwas weniger umgesetzt, aber mehr verdient.

Swisscom hat zum Jahresstart etwas weniger umgesetzt, aber mehr verdient. Der Umsatz sank um 1,9 Prozent auf 2,83 Milliarden Franken. Unter dem Strich konnte das Unternehmen indes zulegen. Der Reingewinn stieg um 2,5 Prozent auf 373 Millionen Franken. "Wir haben im ersten Quartal ein solides Ergebnis erarbeitet und dies bei weiterhin hohem Druck und in einem schwierigen Umfeld", lässt sich CEO Urs Schaeppi in einer Mitteilung zitieren.
Der Umsatz von Swisscom Schweiz sank um 2,6 Prozent auf 2,25 Milliarden Franken. Der Rückgang sei auf den starken Wettbewerbsdruck zurückzuführen, heisst es im Geschäftsbericht. Die Tendenzen von 2016 würden sich im ersten Quartal 2017 wie erwartet fortsetzen. Etwa die Hälfte des Umsatzrückgangs begründet der Telco mit Preissenkungen, inklusive Roaming, und mit dem Preisdruck im Bereich Enterprise Customers.
Im Enterprise-Customer-Segment sank der Umsatz um 4,7 Prozent auf 612 Millionen Franken. Die Einnahmen aus dem Lösungsgeschäft in diesem Bereich gingen um 2,6 Prozent auf 261 Millionen Franken zurück. Man habe aber im vergangenen Quartal namhafte Geschäftskunden gewinnen können und setze für diese Cloud-, Digitalisierungs- und Outsourcing-Strategien um.
Bündelangebote bleiben beliebt
Im Privatkunden-Bereich sank der Umsatz um 3,1 Prozent. Ein rückläufiger Teilnehmerbestand in der Festnetztelefoie habe zum Rückgang beigetragen. Die Zahl der Mobilfunk-Abos bleibt im gesättigten Markt flach, die Zahl der TV-Anschlüsse ist im Jahresvergleich gestiegen und die grosse Nachfrage nach Bündelangeboten halte an .Ende März 2017 nutzten über 1,7 Millionen Kunden ein Bündelangebot, was einem Anstieg im Jahresvergleich um 18,6 Prozent entspricht. So stieg der Umsatz mit Bündelverträgen um 12,1 Prozent auf 676 Millionen Franken.
Der Ausblick für das Gesamtjahr 2017 bleibt unverändert. Swisscom erwartet einen Nettoumsatz von 11,6 Milliarden Franken und einen Gewinn (EBITDA) von rund 4,2 Milliarden Franken und damit ein ähnliches Ergebnis wie im Jahr 2016. "Für den weiteren Jahresverlauf rechne ich mit anhaltend hohem Preisdruck. Ich verspreche mir aber auch einen Absatzschub dank inOne, unserem neuen Bündelangebot. Unsere finanzielle Prognose für 2017 bleibt unverändert; wir sind auf Kurs", so Schaeppi weiter. (kjo)

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